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Aus der Stadt Pilotenstreik trifft auch Flughafengeschäfte
Hannover Aus der Stadt Pilotenstreik trifft auch Flughafengeschäfte
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18:50 03.04.2014
Von Conrad von Meding
Foto: Leere Schalter bedeuten auch: keine Kunden in den Flughafen-Shops.
Leere Schalter bedeuten auch: keine Kunden in den Flughafen-Shops. Quelle: dpa
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Hannover

Im Tarifkonflikt zwischen Piloten und Flugunternehmen allerdings, der den Streik verursacht hat, gibt es keine Annäherung. Markus Wahl von der Pilotenvereinigung Cockpit (VC) sagte am Donnerstag, man erwarte ein neues Gesprächsangebot der Lufthansa. Eine Lufthansa-Sprecherin hingegen sagte, das Unternehmen erwarte Vorschläge von den Piloten.

Der Betreiber des Edeka-Markts im Flughafen, Menderes Karakis, konnte die Höhe seines Verlusts am Donnerstag noch nicht genau beziffern. Es seien aber „spürbar weniger Kunden“ im Geschäft, während die Fixkosten für Personal, Miete, Kühlung und Sortiment unverändert seien. „Uns fehlen nicht nur die Passagiere der vielen ausfallenden Flüge, sondern auch deren Freunde und Verwandte, die sie sonst bringen und abholen“, sagt Karakis. In den benachbarten Autovermietungen am Flughafen ist von Umsatzrückgängen um die 20 Prozent die Rede.

Pilotenstreiks bei der Lufthansa haben am Flughafen Hannover zu massiven Beeinträchtigungen im Flugverkehr geführt. Betroffen sind insgesamt 42 Flugverbindungen der Lufthansa sowie ihrer Tochterfirma Germanwings.

Mehr als 40 Flüge pro Tag fallen wegen des dreitägigen Pilotenstreiks aus. Er endet in der Nacht zu Sonnabend um Mitternacht. Danach wird es etwas dauern, bis sich der Flugplan normalisiert hat. Bei der Lufthansa fällt der erste Flug nach München um 6.45 Uhr aus, ansonsten gibt es nach Auskunft von Flughafensprecherin Anika Gerstenkorn derzeit keine Änderungen im hannoverschen Lufthansa-Flugplan. Bei Germanwings hieß es am Donnerstag, ab Mitternacht werde man auf allen Strecken wieder regulär fliegen, es werde nur „aus operationellen Gründen noch zu leichten Unregelmäßigkeiten kommen“. Laut aktuellem Flugplan verzögert sich am Sonnabend die Ankunft der Maschine aus Ankara. Statt wie erwartet um 8.25 Uhr soll sie nun um 13.25 Uhr kommen. Weil derzeit drei Maschinen der Germanwings auf dem Rollfeld stünden, sei sonst nicht mit Einschränkungen zu rechnen, sagt Gerstenkorn. Die ersten beiden Germanwings-Abflüge ab Hannover am Sonnabend um 6.55 Uhr nach London und um 11.05 Uhr nach Teneriffa seien derzeit als planmäßig eingestuft.

In dem Konflikt um Übergangsrenten und höhere Gehälter für rund 5400 Kapitäne und Kopiloten von Lufthansa, Germanwings und Lufthansa-Cargo soll offenbar erst nach dem Ende des Streiks weitergesprochen werden. Die Pilotenvereinigung Cockpit hat aber immerhin zugesagt, von weiteren Ausständen während der Osterferien abzusehen.

(mit: dpa)

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