Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt „Lumix“-Festival muss sparen
Hannover Aus der Stadt „Lumix“-Festival muss sparen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:07 09.06.2012
Von Juliane Kaune
Der Aufbau des Lumix-Festivals für jungen Fotojournalismus auf dem Expo-Gelände ist in den letzten Zügen. Quelle: Philipp von Ditfurth
Hannover

Rund 20.000 Besucher kamen vor zwei Jahren zu dem in seiner Art einmaligen Spektakel. Dieses Mal hoffen die Organisatoren um Prof. Rolf Nobel von der Hochschule Hannover, die Zahl noch zu steigern - auch weil die Hannover Marketing Gesellschaft erstmals in sieben deutschen Städten für „Lumix“ wirbt. Doch die Dimensionen des Festivals machen den Veranstaltern um Nobel zugleich Probleme.

„Wir müssen in diesem Jahr erstmals so kalkulieren, als wäre das Festival eine wirtschaftliche Unternehmung“, erklärt Nobel. „Damit schmälert sich unser Budget, und das zwingt uns, jeden Euro zweimal umzudrehen.“ Nach seiner Darstellung hat das Hochschulpräsidium unter Berufung auf EU-Recht die Vorgaben über die Modalitäten gemacht. Demnach gilt „Lumix“ als eine wirtschaftliche und nicht als eine hochschulspezifische Veranstaltung, was beim Etat eine andere Kalkulation erfordert. In den Vorjahren, als ein anderes Präsidium im Amt war, habe es diese Einschränkungen noch nicht gegeben, sagt Nobel.

Rund 250.000 Euro umfasst der „Lumix“-Etat. Er besteht zum Großteil aus Sponsorengeldern und etwa zu einem Fünftel aus Einnahmen aus dem Verkauf von Eintrittskarten sowie Gebühren für einige kommerzielle Aussteller. Bei den Vorbereitungen für das Festival und während der Veranstaltungstage ist der überwiegende Teil der derzeit rund 170 Fotostudenten der Hochschule Hannover ehrenamtlich im Einsatz. Aber auch angestelltes Hochschulpersonal bringt sich in die aufwendige Organisation der Veranstaltung mit ein. Um die Arbeitsleistung dieser Mitarbeiter geht es. Sie müsse nun erstmals bei der Kalkulation des Festivals verrechnet werden, erklärt Nobel. Die entsprechenden Summen müssten aus dem Budget abgezogen und an die Hochschulleitung überwiesen werden. So stünde für die Veranstaltung unterm Strich ein Viertel oder ein Fünftel weniger Geld zur Verfügung, bilanziert Nobels Assistentin Isabel Winarsch.

Wenn das Präsidium sich auf EU-Recht berufe, müsse künftig eine andere Lösung gefunden werden, sagt Nobel, der sich darüber irritiert zeigt. „Wir brauchen Planungssicherheit, um das nächste Festival finanziell wieder auf feste Füße stellen zu können.“ Im Gespräch ist offenbar, einen Verein zu gründen, der als Veranstalter auftritt. Ob das ein gangbarer Weg wäre, wolle man mit dem Präsidium prüfen. Hochschulpräsidentin Prof. Rosemarie Kerkow-Weil sagte gestern nur, man halte sich an „geltendes Recht“.

Nobel betont, dass das „Lumix“-Festival zur Hochschule und an den Standort Hannover gehöre. „Doch sollten sich alle Lösungsansätze zerschlagen, würden wir in letzter Konsequenz auch darüber nachdenken, in eine andere Stadt zu gehen.“

Eine Führung durch den Kreißsaal, Infos rund um die Säuglingsernährung und Anregungen für mögliche Geschenke: Hebamme Heidi Blohmann bietet Kurse für werdende Großeltern an.

Veronika Thomas 08.06.2012

Es kommt selten vor, aber am Freitag hat die Verwaltung der rot-grünen Mehrheit im Stadtrat indirekt bescheinigt, einen überflüssigen Antrag gestellt zu haben. Vor einem Dreivierteljahr erging vom Rat der Landeshauptstadt der Prüfauftrag, Möglichkeiten für eine Änderung der Marktsatzung auszuloten.

08.06.2012
Aus der Stadt Brandanschlag auf Bundeswehr - Polizei sucht die Antimilitaristen

Antimilitaristen haben sich zum Brandanschlag auf 13 Bundeswehrfahrzeuge in Vahrenheide bekannt. Für Polizei und Verfassungsschutz sind die Ermittlungen in diesem Milieu alles andere als einfach.

Bernd Haase 11.06.2012