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Aus der Stadt MHH-Chef Dieter Bitter-Suermann geht in den Ruhestand
Hannover Aus der Stadt MHH-Chef Dieter Bitter-Suermann geht in den Ruhestand
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11:15 15.03.2013
Von Juliane Kaune
Im Team erfolgreich: MHH-Präsident Dieter Bitter-Suermann. Quelle: Thomas
Hannover

Sein Schreibtisch ist üppig mit Papierstapeln, Aktenordnern und diversen anderen Unterlagen bedeckt. Nach viel Arbeit sieht das aus. „Mein Terminkalender ist voll“, sagt Dieter Bitter-Suermann. Und fügt hinzu: „Bis zum letzten Tag.“ Ende des Monats geht der langjährige Präsident der Medizinischen Hochschule (MHH) in den Ruhestand. Bis es so weit ist, wird das Pensum nicht reduziert. Zwölf Stunden täglich sind es meist, die Bitter-Suermann im Büro oder im Besprechungsraum verbringt.

Heute greifen die Kollegen dem offiziellen Abschiedsdatum etwas vor und ehren ihn im großen Rahmen mit einer akademischen Feierstunde. Die 500 Sitzplätze im Hörsaal F werden vollständig belegt sein. „Verhindern konnte ich das nicht“, sagt Bitter-Suermann mit einem Schmunzeln. Der Professor steht nicht gerne im Mittelpunkt.

Dabei ist er in mehrfacher Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung. Mit 75 Jahren ist er der dienstälteste Hochschulpräsident bundesweit und mit einer Amtszeit von neun Jahren derjenige unter den bisher elf MHH-Chefs, der am zweitlängsten die Geschicke der Hochschulklinik lenkte. Offiziell war der Professor für Medizinische Mikrobiologie bereits im Ruhestand, als er 2004 im Alter von 66 Jahren den Präsidentenposten für zunächst sechs Jahre übernahm. Nur durch eine Ausnahmegenehmigung des Ministeriums wurde das möglich. Bitter-Suermanns Arbeit war dann so erfolgreich, dass die Behörde auch einer zweiten Amtsperiode zustimmte - auf seinen Wunsch sollte diese aber nur drei Jahre betragen.

Die Fakten sprechen für ihn: Im Laufe seiner Amtszeit stieg die Summe, die MHH-Forscher aus Fördertöpfen einwerben, stetig - 2012 auf einen Spitzenwert von 95 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs von 7000 auf 9500. Auch das Exzellenzprojekt „Rebirth“ und weitere hochschulübergreifende Kooperationen kamen unter seiner Führung in Gang - im besten Fall gekrönt durch innovative Forschungsbauten wie das Niedersächsische Zentrum für Biomedizintechnik, Implantatforschung und Entwicklung (NIFE) von MHH, Leibniz-Uni und TiHo, das derzeit entsteht.

Bitter-Suermann liegt es fern, sich die Verdienste an die eigene Brust zu heften. Sein Credo der Teamarbeit hat beinahe etwas Beschwörendes. „Erfolge mit anderen teilen“, sagt er mit einer weit ausholenden Geste, „das ist ein befriedigendes Gefühl.“ Dass die MHH nach auch wirtschaftlich erfolgreichen Jahren nun zum zweiten Mal in Folge rote Zahlen schreibt, sei dagegen „ein Wermutstropfen“. Letztlich habe sich die Hochschulklinik dem „Dominoeffekt“ der unzureichenden Krankenhausfinanzierung nicht mehr entziehen können, der den Großteil der Kliniken bundesweit ins Wanken bringe.

Ganz weg wird Bitter-Suermann nicht sein. In verschiedenen Kuratorien der MHH und in der MHH-Stiftung will er ebenso weiterarbeiten wie in den Aufsichtsräten von anderen Hochschulkliniken. Eines aber stellt er klar: Ein Büro auf dem Campus behält er nicht, der Schnitt müsse eindeutig sein. „Sonst fällt man seinen Nachfolgern nur zur Last und auf die Nerven.“ Ein Satz, der auch an den Zell- und Genforscher Prof. Christopher Baum gerichtet ist, der Bitter-Suermann als Präsident beerben wird.

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