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Aus der Stadt MHH holt Pflegekräfte aus Spanien
Hannover Aus der Stadt MHH holt Pflegekräfte aus Spanien
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07:18 06.08.2013
Buenos dias: Ministerin von der Leyen begrüßt die jungen Spanier. Quelle: Wallmüller
Hannover

Eines ist Maria schon aufgefallen: „Hannover ist eine moderne Stadt mit sehr viel Grün“, berichtet die 21-Jährige. Aber sie wundert sich über die Menschen in der Stadt. „Die sprechen nicht viel und sind meist allein unterwegs, das ist in Spanien ganz anders“, erzählt Maria. Gemeinsam mit 17 anderen jungen Pflegekräften ist Maria seit dem vergangenen Donnerstag in Hannover. Alle arbeiten an der Medizinischen Hochschule (MHH).

Gestern informierte sich Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen über das Projekt, das die MHH zusammen mit dem Bildungswerk der niedersächsischen Wirtschaft in die Wege geleitet hat. „Die jungen Menschen können nichts für die Krise in der EU, aber sie müssen sie ausbaden“, sagte die Ministerin. Mit dem Job in Hannover erhielten die jungen Spanier eine gute Chance. Es gehe aber nicht nur um Arbeit, sondern es sei auch wichtig, die Menschen in anderen Ländern in ihrem Alltag kennenzulernen, sagte die Ministerin

Insgesamt hatten sich 36 Männer und Frauen aus der Gegend um Murcia im Südwesten Spanien um einen Job an der MHH beworben. „Bei uns ist es sehr schwer, Arbeit zu bekommen“, betont Maria. Die Bewerbungsgespräche führte MHH-Pflegechefin Iris Meyenburg-Altwarg in Murcia. Nach einem intensiven Deutschkursus in ihrer Heimat lernen die Fachkräfte jetzt nach und nach den Arbeitsalltag an der MHH kennen und vertiefen außerdem ihre Sprachkenntnisse.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) begrüßte Montag 18 spanische Angestellte an der MHH. Die neuen Fachkräfte kamen über das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft nach Hannover.

Die Idee zu dem Projekt hatte MHH-Vizepräsident Andreas Tecklenburg. „Wir haben in der MHH beim Pflegepersonal noch keine akute Not.“ Allerdings fehlen in der Region Hannover nach Schätzungen der Arbeitsagentur rund 6000 Fachkräfte im Pflegebereich. „In Spanien gibt es im Pflegebereich sehr gut ausgebildete Menschen, die dort keine Arbeit finden“, sagte er. Dieses Projekt sei eine Chance – für beide Seiten.

Die 15 Frauen und drei Männer strahlten gestern beim Besuch der Ministerin. Sie haben alle in ihrer Heimat Krankenpflege studiert und einen Bachelor in der Tasche. Zunächst haben alle Verträge über zwei Jahre erhalten. Nur eines stört die neuen MHH-Mitarbeiter ein klein wenig: Hier verdienen sie deutlich weniger Geld, als wenn sie einen Job an einer Klinik in ihrer Heimat gefunden hätten.

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