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Aus der Stadt Darsteller für Kurzfilm gesucht
Hannover Aus der Stadt Darsteller für Kurzfilm gesucht
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18:23 23.01.2018
Filmemacherin Henrietta Langholz sucht noch eine junge Schauspielerin und skatende Komparsen aus der Region Hannover. Quelle: nordmedia
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Hannover

 Zwei Filmemacher drehen in diesem Jahr ihre Kurzfilme in Hannover. Henrietta Langholz aus Hamburg und der Kanadier Kenji Ouellet aus Berlin haben das cast&cut-Stipendium der Filmfördergesellschaft nordmedia und der Stiftung Kulturregion Hannover erhalten, mit dem sie ihre Filmideen umsetzen können. Das Stipendium ist mit 15.000 Euro für Projektkosten, einem monatlichen Geldbetrag sowie Spenden von Sponsoren verbunden. 

Den Anfang macht in der ersten Jahreshälfte Henrietta Langholz, die während der Arbeit an ihrem Film ein Appartement der Baufirma Gundlach in der List bezieht. „Gerade geht’s darum, Förderanträge einzureichen“, sagt die 36-Jährige, die im Juni ihre Darsteller vor die Kamera bitten will. Der Film handelt von einem getrennt lebenden Paar, das einen Tag mit der gemeinsamen Tochter verbringt, dabei aber mehr mit sich selbst als mit dem Kind beschäftigt ist.

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Mädchen und Skater gesucht

Die Rollen der Eltern sind schon besetzt. Die Mutter wird von Schauspielerin Luise Heyer gespielt, die derzeit als Doris Tiedemann auch in drei Episoden der Netflix-Serie Dark zu sehen ist. Die Besetzung des Vaters will Langholz noch nicht verraten. Als Darstellerin der Tochter sucht sie aber noch ein Mädchen aus der Region Hannover, das zwischen 10 und 13 Jahre alt ist und Spaß an der Schauspielerei hat.

Bewerbungen können per Email an henrietta@atara-film.com gesendet werden, dabei sollten Name, Alter und Wohnort angegeben sein. Ein Foto kann beigefügt werden, ist aber kein Muss. Die Entscheidung, wer dann in die Rolle der pubertierenden Tochter schlüpft, wird in einem Casting Ende Februar getroffen. Termin und Ort dafür werden per Email bekanntgegeben. 

Film wird zweimal gedreht

Über dieselbe Email-Adresse können sich auch Skatboard – und BMX-Fahrer sowie Inlineskater melden, die für die Szene in einem Skatepark eine Komparsenrolle übernehmen wollen. Die Skater müssen während der Dreharbeiten im Juni an ein paar Proben teilnehmen und werden schließlich auch Teil des Films. 

Langholz will den etwa siebenminütigen Kurzfilm gleich zweimal drehen, einmal herkömmlich zweidimensional, einmal mit einer 360-Grad-Kamera. Die Rundumsicht soll für ein neuartiges Betrachtungserlebnis sorgen, das sich womöglich stark von dem eines herkömmlichen Films unterscheidet. „Bei 360-Grad-Filmen ist man nicht so nah an dem Protagonisten“, sagt Langholz. Der Zuschauer könne sich auch von der Hauptperson abwenden, andere Figuren oder die Umgebung betrachten, während der Zuschauer beim herkömmlichen Film durch die Kameraführung geleitet werde. 

Dann filmt der Nächste

Wenn Langholz ihr Appartement in Hannover wieder verlässt, wird Co-Stipendiat Kenji Ouellet einziehen. Er dreht dann in der zweiten Jahreshälfte einen eher experimentellen Film, der Zeitsprünge und überraschende Wendungen beinhalten soll.

Von Nils Oehlschläger

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