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Aus der Stadt Maritim: Flüchtlingsunterkunft soll wieder Hotel werden
Hannover Aus der Stadt Maritim: Flüchtlingsunterkunft soll wieder Hotel werden
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00:18 10.04.2018
Bauantrag für den Umbau gestellt: Das Maritim am Friedrichswall. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Der Berliner Investor Intown hat bei der Stadt den Bauantrag für den Umbau des ehemaligen Maritim-Grandhotels am Friedrichswall eingereicht. Das bestätigten Stadtbaurat Uwe Bodemann und Intown-Chef Sascha Hettrich. Die derzeit als Flüchtlingsunterkunft genutzte Immobilie soll voraussichtlich ab 2019 wieder zum Hotel umgebaut werden. Bodemann sagte, es handele sich nicht um einen Antrag auf Teilbaugenehmigung, wie er für erste Umbauschritte notwendig wäre, sondern um einen Antrag für den vollständigen Umbau. Intown ist auch Großeigentümer im Ihme-Zentrum, auch dort hat das Unternehmen die Umbauunterlagen vereinbarungsgemäß fertiggestellt. 

Intown betreibt ein internationales Firmengeflecht, mit dem Immobilienprojekte vor allem in Europa und arabischen Ländern betreut werden. Entsprechend hatte es in Hannover Sorge gegeben, dass das Unternehmen wie eine Heuschrecke nur Kapital abziehen, aber nichts investieren wolle. Solche Gerüchte werden immer wieder genährt.

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In dieser Woche hatte der „Stern“ berichtet, dass Intown das neue deutsche Transparenzgesetz missachte, weil es nicht für alle Tochterfirmen die Namen der Eigentümer ausweise. Es drohten Bußgelder. Intown-Chef Hettrich widerspricht dem. Es gehe konkret um zwei Firmen. Für eine liege bereits schriftlich die Bestätigung der Behörde vor, dass alles rechtens sei, „für die zweite erwarten wir die gleiche Bestätigung, weil die rechtliche Konstruktion identisch ist.“

Intown hat in Hannover noch ein drittes Projekt: Das Unternehmen besitzt große Flächen im Pelikan-Quartier. Dort ist auch der Sitz des Hannover-Büros.

Von Conrad von Meding

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