Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Marktschreier treten in Hannover ungewohnt leise auf
Hannover Aus der Stadt Marktschreier treten in Hannover ungewohnt leise auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:25 10.03.2011
Von Bärbel Hilbig
Wurst-Achim mal voll in Aktion - sonst eher verhalten.
Wurst-Achim mal voll in Aktion - sonst eher verhalten. Quelle: Insa Catherine Hagemann
Anzeige

Die zwölf besten Marktschreier Deutschlands sind seit Mittwoch auf dem Steintorplatz versammelt, von ihren lautstarken Künsten ist bisher aber wenig zu hören: Vor den Buden von Aal-Axel, Pasta-Paule, Käse-Rudi und Co. machen beim kalten, windigen Wetter nur vereinzelt Passanten halt, um sich tütenweise Waren anpreisen zu lassen. „Das schlechte Wetter ist schuld, dass hier kaum jemand vorbeikommt“, sagt Bananen-Nobby.

Der Händler aus Hochstadt in der Pfalz, der eigentlich Norbert Hubert heißt und seit Januar mit seinen Marktschreier-Kollegen durch ganz Deutschland tourt, gibt trotzdem nicht auf: „Leute, nehmt Obst mit!“, schreit er einem Pärchen hinterher und hält eine Tüte mit Ananas, Bananen, Äpfeln und Birnen in die Höhe – vergeblich. „Am Wochenende soll besseres Wetter sein, hoffentlich ist dann auch mehr los bei uns“, sagt Bananen-Nobby. Mehr erhofft von den Marktschreiern am Steintor hatten sich gestern auch Günter und Gudrun Tholl: „Hier ist nichts los, nicht einmal der berühmte Wurst-Achim schreit herum“, sagte das Rentnerpaar.

Spätestens am Sonntag müssen die „Schreihals-Händler“ noch einmal richtig laut werden, um 19 Uhr kürt die Marktschreier-Gilde einen von ihnen zum Sieger.

Sonja Fröhlich 10.03.2011
Mathias Klein 10.03.2011