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Aus der Stadt Matthias Schweighöfer lässt Hannovers Damenwelt kreischen
Hannover Aus der Stadt Matthias Schweighöfer lässt Hannovers Damenwelt kreischen
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00:15 14.01.2013
„Schatzi, schenk mir ein Foto“: Rund 700 Fans wollten im Cinemaxx ein Bild und ein Autogramm von Matthias Schweighöfer. Quelle: Christian Behrens
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Hannover

Der weiß, was er zu tun hat und geht sofort drauf ein: „Hey Leute, alles klar?“ ruft er der Menge hinter dem Absperrgitter zu. Zwei 14-jährige Jungs in der ersten Reihe begrüßt er mit Handschlag, schnappt sich die Kamera eines Mädchens dahinter und setzt dieses spitzbübische Grinsen auf, für das ihn die Mädchen lieben.

Schweighöfer ist gekommen, um im Cinemaxx am Raschplatz seinen neuen Film „Schlussmacher“ vorzustellen - und kräftig Fanpflege zu betreiben. Die rund 600 Karten für die Vorstellung gestern Nachmittag waren restlos ausverkauft, rund Hundert weitere Fans kamen ohne Karte, aber mit der Hoffnung auf ein Autogramm. Schweighöfer versucht, allen die Wünsche zu erfüllen, nimmt sich Zeit für Fotos und Unterschriften. „Ich will immer allen gerecht werden“, sagt der 31-jährige Schauspieler. Hunderte von jungen Frauen stehen dich gedrängt am Gitter.

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Annika Ottmer klammert sich an der Absperrung fest. „Oh, ich habe immer noch ganz weiche Knie“, sagt sie. Der 22-Jähigen hat Schweighöfer ein Autogramm aufs T-Shirt geschrieben, auf dem der Schriftzug des Filmtitels prangt. Bis zum Eingang reicht die Schlange der wartenden, überwiegend weiblichen Fans. „Mehr Frauen trifft man sonst nur auf Tupperpartys“, sagt ein Sicherheitsmann und grinst.

Schweighöfer; blond, sportlich, kumpelhaft, gilt vielen als Frauenschwarm, vor und hinter der Kamera. „Dabei war und bin ich das eigentlich gar nicht“, sagt er. In der Schule belegte er ein musisches Profil; zusammen mit 28 Mädchen. „Weil ich der einzige Junge war, habe ich zwangsläufig viel mit den Mädels unternommen“, sagt Schweighöfer. Eine coole Zeit, wie er sagt, aber angehimmelt hätten sie ihn damals nicht.

Matthias Schweighöfer ist gekommen, um im Cinemaxx am Raschplatz seinen neuen Film „Schlussmacher“ vorzustellen - und kräftig Fanpflege zu betreiben.

Im Cinemaxx ist das anders, die Mädchen schwärmen in den höchsten Tönen: „Er ist unfassbar talentiert, total nett und er sieht auch noch gut aus“, sagt die 23-jährige Vanessa Rehne. Sie hat Glück: Schweighöfer bleibt direkt vor ihr stehen und macht mit ihrem Handy ein Foto von ihnen. Er ist noch keinen Meter weitergegangen, da schickt Rehne das Foto schon über ihre sozialen Netzwerke an Freunde weiter. Auch andere tippen eifrig in die Handys und halten die Kameras immer wieder hoch.

Ein Mädchen kreischt „Ich liebe dich“ über die Köpfe hinweg. Manche hoffen sicher insgeheim, dem jungen Schauspieler aufzufallen, hat er sich doch im vergangenen Jahr von seiner langjährigen Freundin getrennt. Nach üblicher Form, versteht sich. Wobei er der Methode in seinem Film, eine Firma mit dem Schlussmachen zu beauftragen, durchaus auch etwas abgewinnen kann. „Das hört sich zunächst hart an. Aber in solchen Fällen, wenn man vom Partner wirklich gar nichts mehr wissen und diesen ganzen emotionalen Wust einfach loswerden will, kann das eine gute Möglichkeit sein. Man ist ja dem anderen kein persönliches Gespräch schuldig.“ Trennungsagenturen wie die im Film gibt es tatsächlich, wie Schweighöfer herausgefunden hat. „Das war das perfekte Motiv für meine Drehbuchidee.“ Die Kinokritiker hat es nicht überzeugt, die Fans schon. Dafür hat Schweighöfer persönlich gesorgt.

Von Isabel Christian

Conrad von Meding 15.01.2013
11.01.2013