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Aus der Stadt Mehr Platz für Mütter und ihre Babys
Hannover Aus der Stadt Mehr Platz für Mütter und ihre Babys
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07:00 21.07.2015
Von Mathias Klein
Prof. Peter Hillemanns (von links), die Eltern Sabine und André Lau mit Thore und Enna sowie Cornelia Rundt.
Prof. Peter Hillemanns (von links), die Eltern Sabine und André Lau mit Thore und Enna sowie Cornelia Rundt. Quelle: Rainer Surrey
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Familie Lau war eine der ersten, die vor wenigen Tagen in ein neues Mutter-Kind-Zimmer einziehen konnte. Jetzt sind Mutter Sabine mit den beiden Zwillingen Thore und Enna Gäste auf Zeit in den neuen Räumen der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Gestern ließ sich Landessozialministerin Cornelia Rundt die fünf neuen Patientenräume für zehn Mütter und ihre Kinder zeigen. Die Zimmer haben alle einen Holzfußboden, angenehmes Licht und viel Stauraum. Die Medizintechnik ist geschickt verborgen, jede Mutter hat ihren eigenen Wickeltisch. Die Umbaukosten von rund einer halben Million Euro trägt die MHH.

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Geburten in der MHH-Frauenklinik stark angestiegen: von 1400 Geburten im Jahr 2004 auf 2500 Geburten im vergangenen Jahr. Und die Experten rechnen für dieses Jahr mit einem weiteren Sprung: Durch die Schließung der Geburtshilfestation im Nordstadtkrankenhaus zum 1. Mai müssen jährlich 1000 Geburten in Hannover auf andere Krankenhäuser verteilt werden. „Wir konnten die räumliche und auch die personelle Erweiterung in kurzer Zeit realisieren“, sagte der Direktor der MHH-Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Prof. Peter Hillemanns, gestern. Das 28-köpfige Ärzteteam sei um fünf Ärzte aufgestockt worden, zwei Hebammen sind dazugekommen, das Pflegepersonal wurde bisher nicht erweitert. Die Frage, ob es vor der Inbetriebnahme der neuen Räume Engpässe auf der Station gegeben habe, beantworten die Kinderkrankenschwestern nur zögerlich. „Dann blieb die Mutter mit dem Baby eben länger im Kreissaal“, sagt eine von ihnen.

Auch die beiden Geburtskliniken der Diakonischen Dienste Hannover (DDH), die Henriettenstiftung und das Friederikenstift, haben sich auf einen stärkeren Andrang vorbereitet. Insgesamt wurden vier Hebammen aus dem Nordstadtkrankenhaus übernommen, drei Hebammen wurden zusätzlich neu eingestellt, weitere werden derzeit per Zeitungsanzeige gesucht, berichtet Unternehmenssprecher Achim Balkhoff. Die Geburtshilfestation im Friederikenstift wurde räumlich erweitert, in der Henriettenstiftung herrschen ohnehin großzügigere Platzverhältnisse. Die Diakonischen Dienste rechnen in diesem Jahr mit deutlich mehr Geburten als im vergangenen Jahr. Im Jahr 2014 waren dort mehr als 3500 Geburten verzeichnet worden. Gestern um 5.25 Uhr kam im Friederikenstift das 1000. Baby des Jahres zur Welt, im letzten Jahr kam das 1000. Baby erst am 12. August - also drei Wochen später. Die stärker frequentierte Geburtsklinik in der Henriettenstiftung freute sich bereits am 25. Juni über die 1000. Geburt.

Die Diakonischen Dienste bereiten derzeit den Zusammenschluss ihrer beiden Geburtshilfen zu einem Mutter-Kind-Zentrum auf dem Gelände des Kinderkrankenhauses auf der Bult vor.

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