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Aus der Stadt Autos und Parkplätze bleiben ein Problem
Hannover Aus der Stadt Autos und Parkplätze bleiben ein Problem
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21:45 01.03.2017
So soll das neue Wohnquartier Maschseeherz an der Wiesenstraße jetzt aussehen. Quelle: WGH
Hannover

Die Wohnungsbaugenossenschaft Herrenhausen (WGH), die auf einen derzeit mit Bäumen bewachsenen Grundstück in der Wiesenstraße hinter dem NDR-Funkhaus Wohnungen bauen will, hat die Planungen verändert. "Wir sind den Anwohnern entgegengekommen", sagte WGH-Vorstandschef Michael Jedamski.

Bei der Informationsveranstaltung im Saal der Volkshochschule stellte Architekt Erol Slowy die veränderte Planung vor. Die Häuser sollen nicht mehr so hoch gebaut werden, es sollen wesentlich weniger Bäume gefällt werden, und die Bauherren wollen die Einfahrt zur Tiefgarage verlegen. Die neuen Pläne sehen vor, dass von den derzeit 47 Bäumen auf dem Areal 77 Prozent erhalten werden können. Das wurde durch eine Umplanung der Häuser erreicht. Vorgesehen sind nach Angaben von Slowy jetzt zwei dreigeschossige Häuser und ein zweigeschossiger Bau, denen jeweils noch ein halbes Geschoss aufgesetzt wird. Die ursprünglichen Pläne sahen auch einen fünfgeschossigen Bau vor.

Die WGH will auf dem Areal 34 Wohnungen mit Größen zwischen 55 und 135 Quadratmetern bauen. Die Mieten sollen zwischen 7 Euro pro Quadratmeter für die acht Sozialwohnungen und zehn Euro liegen. Die WGH rechnet für die drei Häuser insgesamt mit 60 bis 70 Bewohnern.

"Das ist eine schöne Märchenstunde", rief ein Anwohner während des Architektenvortrags in den Saal. Die anschließenden Fragen drehten sich vor allem um die vorgesehenen 31 Stellplätze in der Tiefgarage sowie die Verkehrsbelastung, die durch die Bewohner der neuen Häuser entstehen könnte.

"Die Zufahrt der Tiefgarage führt zu einer deutlichen Belastung der Anwohner in der Wiesenstraße", sagte ein Mann. Planer Slowy hielt dagegen: "Wir entlasten die Wiesenstraße, weil der Verkehr aus der Tiefgarage nach Norden abfließt", erläuterte er.

Ein junger Mann befürchtet durch den Neubau eine Verschärfung der schon derzeit schwierigen Parkplatzsituation in der Südstadt. Man müsse mit wesentlich mehr Autos rechnen, als mit den 31 Stellplätzen vorgesehen sei, meinte er. Derzeit komme es vor, dass Autobesitzer Abends bis zu einen Kilometer von ihrem Parkplatz bis zur Wohnung laufen müssten. WGH-Chef Jedamski bezweifelte das. "Es ist nicht mehr so, dass jeder Haushalt zwei Autos hat", betonte er. Ein Verkehrsgutachten sei nicht nötig, weil die Stellplatzbesitzer alle zu unterschiedlichen Zeiten wegführen und zurück kämen.

Der WGH-Chef appellierte an die Anwohner zu einer guten Zusammenarbeit. "Wir werden gute Nachbarn sein", betonte er. Es könne aber nicht sein, dass jemand der jahrelang gegenüber eines Baumgrundstücks wohne, eine Bebauung dort verhindern wolle.

Jedamski hatte die Infoveranstaltung damit begründet, dass die Debatte versachlicht werden solle. "Wir setzen auf Dialog", meinte er. Die WGH habe auf die Proteste der Anwohner reagiert. Dennoch wird die Diskussion über den geplanten Bau weitergehen. Der WGH-Chef hat angekündigt, über den weiteren Verlauf auf der Internetseite seines Unternehmens zu informieren.

Nach dem Bekanntwerden der ersten Pläne hatten Anwohner gesagt, sie wollten nicht die Bebauung verhindern, aber das Grün vor ihrer Haustür schützen. Das Eckgrundstück am schattigen Moocksgang hatten die Kritiker des Bauvorhabens liebevoll als "letztes Biotop" der Südstadt bezeichnet.

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Von Mathias Klein

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