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Aus der Stadt Mehrere Attacken auf Polizei zum Jahreswechsel in Hannover
Hannover Aus der Stadt Mehrere Attacken auf Polizei zum Jahreswechsel in Hannover
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17:11 01.01.2013
Von Tobias Morchner
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Hannover

Nur durch Zufall wurde dabei niemand verletzt.

Der schlimmste Übergriff ereignete sich am Neujahrsmorgen in Linden-Mitte. Dort warf ein Unbekannter einen Feuerlöscher aus dem dritten Stock des Ihmezentrums auf einen Streifenwagen. Aus etwa zehn Metern Höhe durchschlug der sechs Kilogramm schwere Gegenstand die Windschutzscheibe des VW T5 und blieb hinter dem Lenkrad stecken. Der Angriff galt offenbar einem 23-jährigen Beamten, der gerade in sein Fahrzeug eingestiegen war.

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Er war gegen 5.50 Uhr wegen eines angeblichen Randalierers in einer Passage des Gebäudes zum Ihmezentrum gerufen worden. Als er nach Beendigung des Einsatzes zu seinem Streifenwagen zurückkehrte, erkannte er eine Person, die gerade dabei war, die Luft aus dem Reifen des VW zu lassen. Der Täter flüchtete unerkannt. Der 23-Jährige und seine Kollegen brachen die Suche nach dem Verdächtigen kurze Zeit später ab. Beim Einsteigen in den Streifenwagen erfolgte die Attacke.

Wenige Stunden zuvor waren Polizisten in Barsinghausen vor einem Jugendzentrum von etwa zehn Besuchern der Einrichtung in der Kirchstraße beschimpft, beleidigt und mit Knallkörpern beschossen worden. Zudem demolierten die Angreifer die Motorhaube eines Streifenwagens. Die Beamten forderten Verstärkung an. Erst als 20 Polizisten vor Ort waren, beruhigte sich die Situation wieder. 
Bereits am Sonntag hatte in Langenhagen ein betrunkener Randalierer in einem Mehrfamilienhaus in der Walsroder Straße drei Polizisten verletzt. Einer 32-jährigen Beamtin versetzte er einen Faustschlag und versuchte anschließend, sie von einem Balkon zu stoßen. Sie ist bis auf weiteres dienstunfähig. Zwei Kollegen, die dazwischen gingen, erlitten leichte Verletzungen.

Insgesamt hatten die Einsatzkräfte in der Silvesternacht einiges zu tun. Die Polizei verzeichnete zwischen Mitternacht und 6 Uhr rund 440 Einsätze. Die Feuerwehr rückte 225 Mal aus. Drei Personen mussten versorgt werden, weil sie von Böllern verletzt wurden.

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