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Aus der Stadt SPD feiert frenetisch
Hannover Aus der Stadt SPD feiert frenetisch
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21:30 15.10.2017
Riesiger Jubel bei der SPD während der ersten Prognose. Quelle: Mathias Klein
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Hannover

Es war ein bisschen wie im Stadion. Die Anhänger der SPD waren bei der Wahlparty im Alten Rathaus in Siegeslaune, jede neue Hochrechnung wurde bejubelt. Spitzenpolitiker wie Ministerpräsident Weil oder Wirtschaftsminister Olaf Lies wurden mit dem frenetischen Ruf ihrer Vornamen empfangen. "So sehen Sieger aus", sangen die SPD-Anhänger, als Weil kurz nach 21 Uhr ins alte Rathaus gekommen war.

Weil berichtete von den zahlreichen Glückwünschen, die ihn schon aus ganz Deutschland erreicht hatten. "Wir in Niedersachsen haben bewiesen, dass die SPD in Deutschland noch Wahlen gewissen kann", betonte er. Er wünsche sich nun die Fortsetzung der rot-grünen Zusammenarbeit, betonte Weil unter dem Jubel seiner Anhänger. "Egal, wie es ausgeht, jetzt haben wir erst einmal verdient richtig zu feiern", sagte er und nahm einen kräftigen Schluck Bier.

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Irgendwie müssen die Anhänger der SPD das Wahlergebnis vorhergesehen haben. Schon früh am Abend war die Stimmung recht ausgelassen. Im Saal im Alten Rathaus war kaum ein Durchkommen, an der Theke bildete sich eine lange Schlange.

Schon nach den ersten Ergebnissen war die Stimmung im Saal eindeutig: Eine Große Koalition zwischen SPD und CDU will bei den hannoverschen Anhängern der Sozialdemokraten an diesem Abend kaum jemand. Die CDU habe in den vergangenen fünf Jahren im Landtag zu oft unterhalb der Gürtellinie agiert, hieß es.

"Eine Koalition mit der CDU würde den rechten Rand stärken", sagte der frühere Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg. Er empfahl der CDU sich dafür zu entscheiden, die Oppositionsarbeit im Landtag fortzusetzen. "Wir brauchen eine starke Opposition", sagte der SPD-Politiker nicht ohne Ironie.

Das Wahlergebnis sei das Ergebnis der "unglaublich harten Arbeit von Ministerpräsident Stephan Weil", sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete Kerstin Tack. Der CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann sei zu Beginn des Wahlkampfes zu siegessicher gewesen, das habe sich nun gerächt, betonte sie.

Von Mathias Klein

Andreas Schinkel 18.10.2017
15.10.2017
15.10.2017