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Aus der Stadt Menschenrechtler prangern Situation in Indien an
Hannover Aus der Stadt Menschenrechtler prangern Situation in Indien an
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12:09 10.04.2015
Indien ist das Partnerland der Hannover Messe 2015.
Indien ist das Partnerland der Hannover Messe 2015. Quelle: dpa
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Hannover

Der asiatische Staat ist das Partnerland der diesjährigen Messe. Indiens Ministerpräsident Narendra Modi und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wollen die Industrieschau am Sonntagabend (12. April) offiziell eröffnen.

Bereits am Sonntagnachmittag beginnen vor dem Hannover Congress Centrum Mahnwachen der beiden Menschenrechtsorganisationen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker werde dabei an Merkel appellieren, mehr Glaubensfreiheit in Indien einzufordern, sagte Asien-Referent Ulrich Delius. Seit Regierungsübernahme durch den „Hindu-Nationalisten Modi“ im Mai 2014 habe die Zahl der Übergriffe und Verleumdungen von Andersgläubigen in Indien deutlich zugenommen.

Delius wies auch darauf hin, dass Indien derzeit einen „Kleinkrieg“ gegen Greenpeace und andere Initiativen führe. Statt sich der öffentlichen Kritik an neuen Bergbau- und Industrieprojekten zu stellen, behinderten und zerstörten die Behörden diejenigen Organisationen, die die Klagen der rund 100 Millionen Ureinwohner über die Vernichtung ihrer Lebensgrundlage ernst nähmen.

Ein amnesty-Sprecher sagte, es dürfe kein wirtschaftliches Wachstum „Made in India“ auf Kosten der indischen Bevölkerung geben. Eine weitere Mahnwache der Organisation am Montag solle die Arbeitsbedingungen in der indischen Textilindustrie in den Blick nehmen: „Billige Kleidung und unsere ‘Geiz ist geil’-Mentalität kosten Menschenleben“. Zudem plant amnesty während der Messe zwei Gesprächsabende und eine Filmvorführung.

edp

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