Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Ziel ist ein kommunales Mandat
Hannover Aus der Stadt Ziel ist ein kommunales Mandat
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 17.01.2015
Von Veronika Thomas
Politnovizin Heike Heinz lernt von Bürgermeister Thomas Hermann. Quelle: Jan Philipp Eberstein
Hannover

Heike Heinz zieht es in die Kommunalpolitik. Seit eineinhalb Jahren ist die 52-Jährige Mitglied im SPD-Ortsverein Südstadt-Bult, jetzt bekommt sie eine Art Grundausbildung in Sachen Gremienarbeit. Als eine von 83 Mentees in der Region Hannover wird sie von erfahrenen Politikerinnen und Politikern in das politische Alltagsgeschäft eingeführt, die den Politnovizen als Mentoren und Mentorinnen zur Seite stehen.

„Politik braucht Frauen“, heißt das Mentoringprogramm der niedersächsischen Landesregierung, das politisch interessierte Frauen ermutigen will, sich stärker einzubringen und aktiv an politischen Entscheidungen mitzuwirken. „Ich habe mir meinen Mentor selbst ausgesucht“, sagt die Verwaltungsangestellte selbstbewusst. Bürgermeister Thomas Hermann, wie sie Mitglied im SPD-Ortsverein Südstadt-Bult, ist ein gewiefter Kenner der hannoverschen Kommunalpolitik. Ein Jahr lang wird Heike Heinz jetzt an Rats-, Bezirksrats-, Ausschuss- und Fraktionssitzungen teilnehmen und ihrem Mentor über die Schulter schauen. Sie rechnet mit wöchentlich mindestens sechs Stunden für diese Arbeit. Parallel dazu gibt es ein Fortbildungsprogramm von der niedersächsischen Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung und den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten.

„Politische Entscheidungen werden bürgernäher und gerechter, wenn Frauen und Männer sie gemeinsam treffen“, sagte gestern Cornelia Rundt (SPD), Niedersachsens Sozialministerin, bei der Auftaktveranstaltung des Programms mit rund 500 Teilnehmern aus ganz Niedersachsen. Landesweit haben sich 442 Tandems aus Mentees und Mentorinnen oder Mentoren zusammengefunden. „In Niedersachsen sind Frauen in den Stadt- und Gemeinderäten immer noch zu wenig vertreten“, stellte Regionspräsident Hauke Jagau fest. Im Deutschen Bundestag liegt der Frauenanteil bei 36,5 Prozent, im Niedersächsischen Landtag bei 31,2 Prozent, im Rat der Landeshauptstadt sogar bei 43,8 Prozent. In den Kommunen der Region Hannover, ausgenommen der Stadt Hannover, sackt der Frauenanteil aber ab - auf 27 Prozent. Spitzenreiter hier ist die Wedemark mit 40 Prozent Frauen im Gemeinderat, in Burgwedel sind es gerade einmal 12 Prozent. „Das ist ausbaufähig“, sagte Rundt.

Heike Heinz ist an allem interessiert, was ihren Stadtteil betrifft, sagt sie. Ganz besonders aber an Baupolitik. „Hier kann ich ihr gut weiterhelfen“, sagt Hermann, der lange Jahre baupolitischer Sprecher seiner Partei im Stadtrat war. Hermann hat jetzt die Kommunalwahlen im September 2016 im Blick. Die Kandidaten werden im Januar, spätestens im Februar 2016 aufgestellt. „Da melden sich erfahrungsgemäß immer mehr Männer als Frauen“, sagt der 56-jährige Referent für bürgerschaftliches Engagement und Selbsthilfe im niedersächsischen Sozialministerium. Wo Heike Heinz einmal landen könnte, vermag er nicht zu sagen. „Vielleicht entscheidet sie sich ja für ein Mandat in der Regionsversammlung.“ Ziel sei in jedem Fall ein kommunales Mandat.

Mehr Wohnungen auch für Flüchtlinge müssen gebaut werden, um die rasant steigende Nachfrage bewältigen zu können. Das sagte gestern Heiner Pott, Direktor des Verbands der Wohnungswirtschaft (vdw), beim Neujahresempfang an der Expo-Plaza.

17.01.2015
Hannover 96 96-Testspiel - Prib im Pech

Das erste Testspiel im Trainingslager in der Türkei wurde zu einer Schlammschlacht. Am Ende reichte es für beide Teams nur zu einem müden 0:0. Pechvogel der Partie war 96-Spieler Edgar Prib. Er musste bereits in der ersten Hälfte verletzt vom Platz. Ob er für längere Zeit ausfällt, ist noch unklar.

17.01.2015

Nach dem Tod eines mutmaßlichen Tankstellenräubers in Hameln ist es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen und der Polizei gekommen. 14 Beamte wurden bei den Krawallen verletzt. Der Mann war aus dem 7. Stock des Gerichts gestürzt und seinen Verletzungen erlegen.

17.01.2015