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Aus der Stadt Das Feinste vom Feinsten
Hannover Aus der Stadt Das Feinste vom Feinsten
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00:27 26.04.2015
Von Gabi Stief
Foto: Auch eine Auswahl russischer Ikonen steht zum Verkauf.
Auch eine Auswahl russischer Ikonen steht zum Verkauf. Quelle: Dröse
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Hannover

Viele waren schon hier: Ein Gartendirektor namens Friedrich Karl von Hardenberg, ein Marschall im Dienste Napoleons und selbstverständlich die Welfen. Schließlich liegt das hochherrschaftliche Haus, das mittlerweile im Besitz der Sparkassen ist, in Nachbarschaft des Schlosses und der Herrenhäuser Gärten. Ab Freitag sind Teppichhändler, Galeristen und Juweliere zu Gast – allerdings die Feinsten der Feinen.

„Kunstsalon Herrenhausen“ nennt sich die dreitägige Kunstmesse, mit der die beiden Galeristen Stefan Brenske und Hargen Depelmann nach dem Niedergang der traditionsreichen Antiquitätenmesse vor drei Jahren einen Neustart im Hardenbergschen Haus proben – in einem überschaubaren Rahmen.

Bei der dreitägigen Messe „Kunstsalon Herrenhausen“ präsentieren sich Teppichhändler, Galeristen und Juweliere.

Acht Händler stellen aus. Das teuerste Stück ist ein antiker Seidenteppich aus dem Iran, den die Hamburger Firma Doppelknoten für 195.000 Euro anbietet. Nebenbei wird demonstriert, wie die kostbaren jahrhundertealten Funde, auf denen Könige wandelten, restauriert werden. Die Galerie Depelmann aus Langenhagen präsentiert zeitgenössische Malerei und Skulpturen. Die Brensky Gallery ist mit einer Auswahl russischer und griechischer Ikonen vertreten.

Von der Insel Rügen ist ein Händler angereist, der sich auf den Verkauf englischer Lampen aus den Jahren 1860 bis 1930 spezialisiert hat. Man kann seltene Glas-Paraffinlampen bewundern und lernen, dass es bereits Sparlampen gab, als elektrisches Licht noch eine junge Entdeckung war. Ein Antiquariat aus Wuppertal bietet Grafiken und Gemälde an; ein Kunsthaus aus Fulda verkauft antiken Schmuck und Silber.

Service

Geöffnet von Freitag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr, im Hardenbergschen Haus.

Nicht zum ersten Mal ist die Asiatika-Galerie Hardt in Herrenhausen zu Gast. Sie hat eine in Tibet gefertigte mannshohe Mönch-Skulptur mitgebracht, die im Garten des Hardenbergschen Hauses die Besucher der Ausstellung begrüßt. Die Bronzefigur kostet 48.000 Euro.

Galerist Brenske hofft auf einen erfolgreichen Neustart seiner Messe. Einer der schönsten Standorte für den Kunsthandel dürfe nicht verschwinden, meint Hargen Depelmann. Alle Objekte, die präsentiert werden, sind Originale. Brenske schwärmt von der „Faszination des Originals“ und dem Kontrast zu den Dingen der Wegwerfgesellschaft. Ob viele Hannoveraner dies Gefühl teilen und wie viel ihnen dieses Gefühl wert ist, weiß man erst Sonntagabend.

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