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Aus der Stadt Meteorit verglüht über dem Norden
Hannover Aus der Stadt Meteorit verglüht über dem Norden
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12:50 15.10.2009
Von Julia Sellner
Quelle: Ralf Adolph
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Eigentlich wollte Adolph von seiner Langenhagener Dachterrasse aus 
Flugzeuge fotografieren – 
dabei bekam er aber offenbar den Meteoriten 
vor die Linse. Die leuchtende Kugel am Himmel, die spektakulär im Flug zerbrach, hat am Dienstagabend Tausende Menschen in Nordeuropa in ihren Bann gezogen. Grund für die Himmelserscheinung war nach Angaben von Forschern wie dem Leiter des European Research Center for Fireballs and Meteorites in Bernau bei Berlin, Thomas Grau, ein herabstürzender Meteorit.

Das Objekt, in diesem Fall ein Gesteinsbrocken mit einem geschätzten Durchmesser von einem Meter, raste vermutlich mit einer Geschwindigkeit von 72.000 Stundenkilometern aus etwa 100 Kilometern Höhe auf die Erde zu. Durch die Kollision mit Luftmolekülen begann es zu glühen – und zerplatzte in viele Einzelteile. „Was die Menschen etwa in Deutschland, Dänemark und den Beneluxländern beobachtet haben, ist ein detonierender Feuermeteor“, erklärt Grau auf Anfrage der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Anzunehmen sei, dass die vermutlich etwa faustgroßen Gesteinsbrocken an der Grenze zwischen den Niederlanden und Deutschland niedergegangen seien. „Möglicherweise sind sie auch zwischen den Ostfriesischen Inseln gelandet“, sagt Meteoritenforscher Grau.

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Der Feuerball, den viele für ein Ufo hielten, war in Deutschland geräuschlos – und in den Beneluxstaaten mit einer Art Donnergrollen – aus Richtung der Sonne gekommen und etwa fünf Sekunden lang zu sehen gewesen. „Ich war geblendet und dachte, es würde sich um das Licht eines Hubschraubers handeln“, berichtet Augenzeuge Ralf Adolph aus Langenhagen. Als sich die Himmelserscheinung bewegte und eine grünliche Farbe annahm, ahnte der Softwareentwickler, dass es sich um einen Meteoriten handeln müsse.

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