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Aus der Stadt Mieten in Hannover werden deutlich teurer
Hannover Aus der Stadt Mieten in Hannover werden deutlich teurer
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00:15 23.02.2013
Von Andreas Schinkel
In den vergangenen zwei Jahren haben die Mieten in „guten Lagen" kräftig angezogen, dafür müssen Mieter tiefer in die Tasche greifen. Quelle: dpa
Hannover

Einzige Ausnahme bilden die Neubaumieten in „normalen Lagen“, wie es im Mietspiegel heißt. Dazu zählen Mietforscher Viertel wie Misburg, Vahrenwald oder Limmer. In solchen Stadtteilen stagnieren die Mietpreise für Neubauwohnungen, zum Teil sind sie sogar gefallen. Für den Deutschen Mieterbund ändert das aber nichts an der grundlegenden Tendenz zu steigenden Mieten. „Die Situation auf dem hannoverschen Wohnungsmarkt verschärft sich“, sagt Susanne Schönemeier, die stellvertretende Geschäftsführerin des Mieterbunds in Hannover. Der neue Mietspiegel sei ein „Warnsignal“ für die Stadt.

Insbesondere die Preise für Wohnraum in „guten Lagen“ haben in den vergangenen zwei Jahren kräftig angezogen. Dazu rechnen die Experten Quartiere wie das Zooviertel, die Oststadt, Teile der List und die Südstadt. So kletterte die Durchschnittsmiete für eine Neubauwohnung zwischen 65 und 85 Quadratmetern von 7,38 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2011 auf jetzt 8,36 Euro. In den besten Lagen der Stadt und in den schicksten Neubauten können die Kaltmieten denn auch die magische Grenze von 10 Euro pro Quadratmeter übersteigen. Im Mietspiegel von 2011 blieben die Höchstwerte noch unter 10 Euro.

Aber auch bei den Altbauten drehten die Immobilieneigentümer kräftig an der Preisschraube. Fast 6 Euro Kaltmiete muss ein Hannoveraner jetzt durchschnittlich für seine 65 bis 85 Quadratmeter große Wohnung in „normaler“ Lage zahlen. Vor zwei Jahren waren es nur 5,39 Euro.
FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke sagt, daran lasse sich deutlich ablesen, dass immer mehr Altbauten aufwendig saniert und dann für einen höheren Preis neu vermietet werden. „Handwerker können sich derzeit kaum retten vor Aufträgen für energetische Altbausanierungen“, sagt Engelke, der selbst Handwerksmeister ist.

Der Mieterbund nimmt den Trend zum Anlass, erneut eine gesetzliche Deckelung bei Neuvermietungen zu fordern. „Nach einem Mieterwechsel sollte der neue Preis nicht mehr als zehn Prozent über der Vergleichsmiete liegen“, sagt Schönemeier vom Mieterbund. Nur so könne Preistreiberei verhindert werden. Damit ist der Immobilieneigentümerverband Haus und Grundeigentum nicht einverstanden. „Durch eine Deckelung verringert sich die Rendite erheblich“, sagt Verbandschef Rainer Beckmann. Die Eigentümer benötigten aber Geld für Investitionen – etwa in die energetische Sanierung.

Die SPD gibt sich gelassen und verweist auf das millionenschwere Programm zur Förderung des Wohnungsbaus, das heute aller Voraussicht nach im Rat beschlossen wird. „Wir übernehmen Verantwortung, damit die Situation nicht eskaliert“, sagt SPD-Baupolitiker Thomas Hermann. Noch aber, so meint er, seien die Steigerungen der Mieten „nicht dramatisch“.

Der Ausbau der Stadtbahnstrecke D wird das Gesicht der Innenstadt verändern. Bisher richtete sich die Aufmerksamkeit von Kommunalpolitikern und City-Händlern vor allem auf die Kreuzung Kurt-Schumacher-Straße/Ernst-August-Platz. Dort sollen die Züge der Linie 10 nicht mehr bis zum Aegidientorplatz fahren, sondern in die Unterführung neben dem Hauptbahnhof abbiegen und bis zum Raschplatz rollen.

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