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Aus der Stadt Mieter in Hannover brauchen immer öfter Hilfe
Hannover Aus der Stadt Mieter in Hannover brauchen immer öfter Hilfe
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00:20 26.04.2011

Hannovers Mieterschutzorganisationen verzeichnen einen regen Zulauf – Folge des zunehmenden Verkaufs von Mehrfamilienhäuser an große Fonds und anonyme Anlegergemeinschaften, die es häufig an Servicequalität und notwendigen Investitionen mangeln lassen. Inzwischen sei das häufigst genannte Thema bei den Beratungsgesprächen des Mieterbunds Hannover nicht mehr die Betriebsabrechnung, sondern die Klage über Mängel in der Wohnung, sagt Geschäftsführer Randolph Fries. Im vergangenen Jahr hätten Mitglieder so viele Beratungen nachgefragt wie seit der Phase der Wohnungsnot in den neunziger Jahren nicht mehr.

Geschäftsführer Fries gibt dafür folgende Erklärung: „Grund ist das vermehrte Auftreten sogenannter Heuschrecken am Wohnungsmarkt – so etwas gab es vor wenigen Jahren noch nicht“, sagt er. Die Organisationen kaufen in großen Stil Wohnungsbestände, sind aber mit der Instandhaltung oft überfordert.

In den vergangenen Wochen hatte die HAZ mehrfach über die Probleme von Mietern berichtet, die in endlosen Telefonwarteschleifen weiterverbunden oder von Hausverwaltungen vertröstet wurden, während sich die Mängel in ihren Wohnungen häufen. Mehrfach kam es in jüngerer Zeit zu teilweise wochenlangen Ausfällen von Aufzügen in hannoverschen Hochhäusern (Misburg) und Altenwohnanlagen (List). Bei der 89-jährigen Gertrud Busch in Döhren, die wochenlang kein Warmwasser zum Duschen hatte, sind erst nach dem Zeitungsbericht die Handwerker angerückt. Bei Gernot Barschke aus der Liepmannstraße dagegen ist das Schimmelproblem noch immer nicht beseitigt. Er hatte über inkompetente Arbeit seiner Hausverwaltung Treureal geklagt. Inzwischen haben sich weitere Mieter gemeldet und von schlechter Arbeit der Firma berichtet. Auch der Interessenverband Mieterschutz aus der Lister Meile schreibt, die Erfahrung „aus der täglichen Beratungspraxis“ zeige, dass es sich bei den Problemen mit Treureal „nicht um einen Einzelfall, sondern wohl eher um einen systematischen Dauerzustand“ handele. Treureal verwaltet Wohnungen für internationale Fondsanleger.

Organisationen wie dem Mieterbund in Hannover treiben derartige Probleme neue Mitglieder zu. 29 002 wurden zu Beginn des vergangenen Jahres gezählt, 29 675 am Ende. Für Geschäftsführer Fries ist das trotz des traurigen Anlasses eine positive Tendenz: „Der Mieterbund genießt offenbar Vertrauen – schließlich könnten die Betroffenen auch zum Rechtsanwalt gehen.“ 25 512 persönliche Beratungsgespräche und weitere 6547 Telefonberatungen habe der Verein geführt, 98 Prozent der Problemfälle seien außergerichtlich gelöst worden. Erstmals seit vielen Jahren aber seien nicht mehr Beratungen zu Betriebs- und Heizkosten (6898) das Topthema gewesen, sondern Wohnungsmängel (7238). Ein klares Indiz, glaubt Fries, dass Mieter immer häufiger mit den Folgen mangelnder Instandhaltung zu kämpfen hätten.

Conrad von Meding

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