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Aus der Stadt Keine Mietpreisbremse in Hannover?
Hannover Aus der Stadt Keine Mietpreisbremse in Hannover?
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00:15 23.03.2014
Von Conrad von Meding
Entspannter Wohnungsmarkt? In Hannover soll die Mietpreisbremse nicht angeordnet werden. Quelle: Archiv
Hannover

Für den Fall, dass sie doch kommt, kündigt der Haus- und Grundeigentümerverein eine Klage dagegen an. „Dann werden wir die Rechtmäßigkeit überprüfen - Hannover hat schließlich einen sehr entspannten Wohnungsmarkt“, sagt Vereinschef Rainer Beckmann.

Für Mietsteigerungen während eines laufenden Mietvertrags gibt es bereits Obergrenzen. Die zusätzliche Mietpreisbremse, die laut einem seit Donnerstag öffentlichen Referentenentwurf des Justizministeriums bald Gesetz werden soll, soll die Miethöhe nun auch bei Neuvermietungen deckeln. Konkret soll sie maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen dürfen. Die bemisst sich in der Region Hannover nach dem jeweils aktuellen Mietspiegel.

In der Stadt sind die Mieten im Durchschnitt in den letzten drei Jahren um 6,5 Prozent gestiegen und damit unter der Inflationsrate. Bei Neuvermietungen allerdings klettern die Preise nach jahrelanger Stagnation sehr stark, weil Vermieter insbesondere in attraktiven Stadtteilen wie Linden, List, Süd- oder Nordstadt die zunehmende Nachfrage für Erhöhungen nutzen. Randolph Fries vom Mieterverein begrüßt denn auch die Mietpreisbremse, findet sie aber „zu kurz gesprungen“. Denn laut Gesetzentwurf soll sie nur in Regionen mit „angespannten Märkten“ angewandt werden. Gut vier Millionen der insgesamt 21 Millionen Wohnungen in Deutschland könnten betroffen sein und ihren Mietern 283 Millionen Euro Mieterhöhungen pro Jahr erspart bleiben, schätzt der Referentenentwurf.

Wo die Mietpreisbremse gelten soll, müssen die Länder entscheiden. Kriterien können etwa stark steigende Mieten oder extrem geringe Leerstände sein. „Ich finde, die Mietpreisbremse müsste überall gelten, fürchte aber, dass die vage formulierten Bedingungen weder für Hannover noch für andere Uni-Städte wie Oldenburg und Göttingen oder den Hamburg-Speckgürtel in Nordniedersachsen ausreichen“, sagt Fries.

■ Preise steigen weiter: Der Makler Engel & Völkers hat gestern seinen neuen Marktbericht vorgelegt. Für Hannover registriert er steigende Quadratmetermieten in fast allen Stadtteilen. Die Spitzenmiete liegt bei 14 Euro, das Normalsegment zwischen 5,50 und 10,50 Euro. Nur etwa in Ricklingen oder Sahlkamp seien Wohnungen noch für 4,50 Euro zu mieten. Ähnlich entwickelt sich der Markt für Eigentumsimmobilien.

Eine Stadt wie Hannover ist nie vollendet, dass gilt auch für ihre Straßen und Plätze. Rund 30 Millionen Euro gibt der Fachbereich Tiefbau in diesem Jahr für Neubau, Ausbau und Sanierungen aus – das sind immerhin zehn Millionen Euro mehr als noch 2013. HAZ.de zeigt Ihnen, wo 2014 gebaut wird.

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