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Aus der Stadt Mieten in Hannover steigen teils erheblich
Hannover Aus der Stadt Mieten in Hannover steigen teils erheblich
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00:30 12.12.2014
Die Mieten in Hannover sind teilweise stark gestiegen – etwa Wohnungen mit 25 bis 45 Quadratmetern, die nun im Schnitt 7,49 Euro pro Quadratmeter kosten. 2011 waren es nur 5,35 Euro.
Die Mieten in Hannover sind teilweise stark gestiegen – etwa Wohnungen mit 25 bis 45 Quadratmetern, die nun im Schnitt 7,49 Euro pro Quadratmeter kosten. 2011 waren es nur 5,35 Euro. Quelle: dpa
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Hannover

Das ist das Ergebnis des Mietpreisspiegels 2015, den die Region jetzt vorgelegt hat. Das Werk wird alle vier Jahre neu aufgelegt und erfüllt die gerichtlichen Anforderungen an eine Mietpreisdokumentation. Um die Zahlen möglichst realistisch zu erheben, arbeiten alle 21 Kommunen in der Region mit den entsprechenden Organisationen wie Mietervereinen, Maklern und Immobilienvereinen zusammen, zudem sind wieder Mieter und Vermieter befragt worden - allein im Stadtgebiet Hannover fast 3500.

Deutlich im Preis gestiegen sind zum Beispiel Mietwohnungen mit 25 bis 45 Quadratmetern, die 1968 bis 1977 in Stadtteilen mit guter Lage errichtet wurden. Kosteten diese Wohnungen laut Mietspiegel von 2011 noch durchschnittlich 5,35 Euro pro Quadratmeter, so sind es jetzt 7,49 Euro. Bei einer 65-Quadratmeter-Wohnung macht das eine Differenz von 139,10 Euro im Monat bei der Kaltmiete aus. In anderen Kategorien des Mietspiegels sind die Steigerungen nicht ganz so drastisch, vielfach aber spürbar. In anderen Kategorien hingegen haben die Statistiker auch fallende Mietpreise registriert - vor allem in Stadtteilen mit normaler Wohnqualität. So wird zum Beispiel für Wohnungen mit 65 bis 85 Quadratmetern, die nach 1995 errichtet wurden, nur noch 6,51 Euro pro Quadratmeter gezahlt - 2011 hingegen waren es noch 6,97 Euro pro Quadratmeter. Allerdings sind bei größeren Wohnungen mit gleicher Lage und Baujahr die Preise gestiegen - von 7,99 auf 8,34 Euro pro Quadratmeter.

Zur Frage, ob Mieten in Hannover steigen oder fallen, hat es in den vergangenen Monaten viele und teils sehr unterschiedliche Informationen gegeben. Meist werden dafür jedoch nur Angebotspreise verglichen - also die Summen, die Vermieter in ihren Inseraten angeben, wenn sie neu vermieten. Der Mietspiegel aber fragt die Mieten ab, die real gezahlt werden auch von Menschen, die schon jahrelang in der gleichen Wohnung leben. Weil man weiß, dass Mietsteigerungen meist bei Neuvermietungen durchgesetzt werden, geben Mietspiegel ein deutlich realistischeres Bild ab als Vergleiche von Angebotspreisen.

Beim Vermieten läuft nicht immer alles rund: Vergleiche, die nur die Angebotspreise vergleichen, bilden die Realität nur ungenügend ab - denn Mieter können nicht immer die Wunschpreise aus ihren Inseraten auch tatsächlich kassieren. Ein Mietpreisspiegel indes zeigt die real gezahlten Mieten. Quelle: dpa

Der Mietspiegel ist allerdings recht kompliziert zu lesen. Jede Wohnung wird in Qualitätskriterien eingeteilt, je nachdem, welchen Bodenbelag sie etwa hat oder wie modern das Bad ist. Hinzu kommt die Aufteilung in normale und gute Wohnlagen. Und dann sind die Wohnungen je nach Baujahr und Größe in 28 Kategorien unterteilt, von denen die HAZ-Tabelle einen Ausschnitt zeigt.

Hier finden Sie den kompletten Mietspiegel 2015 zum Download:

Den vorherigen Mietpreisspiegel von 2011 finden Sie hier:

Mietspiegel 2011 (991 kB)

Mit diesem differenzierten System soll sichergestellt werden, dass die Mietpreise gerichtsfest ermittelt werden. Nach den Angaben des Mietspiegels richtet sich auch die Höhe von Wohngeldzuschüssen. Möglicherweise muss die Region künftig höhere Auszahlungen stemmen.

Die Kommunalpolitiker in allen 21 Kommunen der Region müssen sich mit dem Mietspiegel beschäftigen und ihn per Ratsbeschluss für gültig erklären. In Barsinghausen, Garbsen und Burgdorf haben die Beratungen bereits begonnen. In anderen Kommunen, so auch in Hannover, stehen die Beratungen noch aus.

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