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Aus der Stadt Milder Winter lässt Heizkosten sinken
Hannover Aus der Stadt Milder Winter lässt Heizkosten sinken
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22:14 14.02.2014
Von Mathias Klein
Quelle: dpa (Symbolbild)
Hannover

Wegen des außergewöhnlich milden Winters können sich Mieter und Hauseigentümer in Hannover und Umland auf Einsparungen bei den Heizkosten einstellen. Die derzeitige Witterung lasse hoffen, sagt Mieterbund-Geschäftsführer Randolf Fries. Die Stadtwerke bestätigen einen deutlichen Rückgang beim Verbrauch von Heizenergie. Nach Angaben von Sprecher Carlo Kallen liegt der Gasverbrauch seit Anfang Januar um mehr als neun Prozent unter dem Vorjahr, bei der Fernwärme um mehr als acht Prozent.

Heute soll die Temperatur im Raum Hannover rund 14 Grad betragen - für Mitte Februar ist das ungewöhnlich warm. Die Durchschnittstemperatur lag im Februar bisher bei 5,1 Grad. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr betrug die Februartemperatur 0,5 Grad, 2012 sogar minus 0,8 Grad. Auch wenn es von diesem Sonntag an wieder um einige Grad kälter wird - ein echter Wintereinbruch ist laut Meteorologen aktuell nicht in Sicht.

Mieterbund-Chef Fries will trotzdem noch keine Entwarnung geben. „Die aktuellen Temperaturen sind zwar gut für die Geldbeutel der Bürger“, sagt Fries. Es könne aber noch immer ein Wintereinbruch im März kommen. „Außerdem weiß man noch nicht, was am Jahresende passiert“, betont Fries. Die meisten Heizkostenabrechnungen umfassen das gesamte Jahr, tiefe Temperaturen im November und Dezember 2014 könnten die Situation ohnehin noch vollständig ändern.

Im Jahr 2013, für das in den nächsten Wochen die Nebenkostenabrechnung kommt, hätten die Mieter bei den Heizkosten noch einmal relativ Glück gehabt, meint Fries. Zu Beginn des Jahres 2013 sei der Winter zwar relativ heftig gewesen, weshalb er im vergangenen Oktober noch mit einem Anstieg der Heizkosten von 20 Prozent gerechnet hatte. „Glücklicherweise ist der Winter dann im November und im Dezember aber nicht gekommen“, sagt Fries. Er rechnet trotzdem nicht damit, dass Mieter von ihren Abschlagszahlungen für die Heizung etwas erstattet bekommen. „Möglicherweise müssen sie ein bisschen draufzahlen“, sagt er. Denn die Energiekosten seien gestiegen.

Die Mietnebenkosten sind in den vergangenen Jahren immer weiter in die Höhe geschnellt. In Hannover betragen sie nach Berechnungen des Mieterbundes inzwischen etwa die Hälfte der Kaltmietkosten. Die durchschnittliche Kaltmiete liegt nach seinen Angaben in Hannover bei etwas mehr als sechs Euro pro Quadratmeter. Die Nebenkosten inklusive Strom beliefen sich schon bei der letzten vorliegenden Erhebung des Mieterbundes auf 3,12 Euro pro Quadratmeter und Monat.

Gewinnrückgang bei Stadtwerken: Wie sich die milden Temperaturen auf das wirtschaftliche Ergebnis der Stadtwerke auswirken, wird nach Angaben von Firmensprecher Carlo Kallen noch errechnet. Er geht davon aus, dass ein Ergebnis bis zur Aufsichtsratssitzung in der ersten Märzhälfte vorliegt.

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