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Aus der Stadt Minister Lies rät bei Baustellen zur Gelassenheit
Hannover Aus der Stadt Minister Lies rät bei Baustellen zur Gelassenheit
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00:17 27.07.2017
Verkehrsminister Olaf Lies (r.) im Gespräch mit Kai-Uwe Hauck. Quelle: Peter Steffen
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„Es wird viel versucht, um die Straßen sicherer zu machen“, sagte Lies. Gleichzeitig sorgten die vielen Baustellen auch für Unmut unter den Autofahrern. Ihnen riet der Minister zur Entspanntheit: „Dort wird überall investiert“, sagte er, „auch wenn sich jetzt viele Urlauber ärgern.“

Der Aufgabenbereich der VMZ reicht vom Tunnelmanagement bis hin zur Verkehrslenkung auf den Autobahnen. „Jede Baustelle wird bei uns angemeldet, und jeder Unfall ins System eingepflegt“, sagte Leiter Kai-Uwe Hauck.

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Dennoch gibt es Probleme: Die Baustellen wirken oft schlecht aufeinander abgestimmt. So wird die Autobahn 2 saniert, parallel gibt es auf Ausweichrouten wie der B 65, dem Seelhorster Kreuz, am Pferdeturm und auf dem Südschnellweg aber Behinderungen durch Baustellen. Laut Minister Lies ballen sich die Baustellen im Sommer, weil dann am wenigsten Verkehr herrsche. Der Investitionsstau der Vergangenheit sei eine Hauptursache für die aktuelle Häufung. „Das hätten wir uns vor wenigen Jahren nicht vorstellen können.“

Ein Zukunftsprojekt der VMZ sind sogenannte mobile Stauwarnanlagen. Sie stehen vor allem an Baustellen und regeln den Verkehr. Zugleich informieren sie über Unfälle oder erinnern Autofahrer daran, bei Stau eine Rettungsgasse freizuhalten. „Seitdem können wir ein konsequent anderes Verhalten der Autofahrer beobachten“, sagte Minister Lies. Sie machten nicht erst Platz, wenn von hinten Einsatzkräfte nahen. Die Tafeln machen niedersachsenweit bereits 40 Prozent der Baustellenhinweisschilder aus.

Ein immer wichtigeres Thema seien auch die von den Autos selbst gesammelten Informationen, Floating-Car-Data genannt. „Sie senden Standort und Geschwindigkeit“, sagte Joachim Ernst, Leiter Mobilitätsmanagement bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Daraus könne sich noch schneller ableiten lassen, wie es überall auf den Straßen aussehe. Doch bisher sammeln Konzerne diese Informationen. „Die Datenhoheit muss bei uns liegen“, forderte Lies. „Wir dürfen uns nicht von Dritten abhängig machen.“

Peer Hellerling