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Führerschein
Hannover Aus der Stadt Mit Mausklick zum 
Führerschein
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21:38 02.01.2010
Von Julia Sellner
Quelle: lni (Symbolbild)

Statt mit Zettel und Stiften hantieren die Prüflinge fortan nur noch mit PC und Maus.

Insgesamt 66 Prüfstellen musste der TÜV Nord in Niedersachsen mit entsprechenden Rechnern ausstatten, in Hannover wurden die Räume in den TÜV-Gebäuden in Döhren und Bornum mit je zwölf Rechnern bestückt. Die Kosten übernimmt der TÜV – dadurch wird aber auch für die Führerscheinaspiranten die Prüfung teurer. Statt wie bisher rund elf Euro kostet die theoretische Prüfung nun 20,83 Euro. „In Anbetracht der Gesamtkosten einer Führerscheinausbildung fällt diese Erhöhung aber kaum ins Gewicht“, meint Dieter Quentin. Als Vorsitzender des Niedersächsischen Fahrlehrerverbandes freue er sich über die Einführung der PC-Prüfung. In vielen anderen Bundesländern, die das neue System längst eingeführt haben, habe sich die neue Form bestens bewährt. „Das ist absolut zeitgemäß.“ Inhaltlich bleibe der Prüfungsstoff derselbe, erklärt TÜV-Mann Tim Kreitlow. Ändern werde sich nur der Ablauf der Prüfung: Wegen der begrenzten Plätze müssen sich die Führerscheinanwärter über die Fahrschulen für ihre theoretische Prüfung anmelden – offene Theorieprüfungen, wie es sie in der Vergangenheit in Hannover gegeben hat, werden nicht mehr angeboten.

Bei der Prüfung stellt der Computer aus etwa 1500 Fragen, die bei Änderungen der Verkehrsordnung automatisch aktualisiert werden, für jeden Prüfling per Zufallsmodus einen individuellen Fragebogen zusammen. Statt dem gesamten Fragebogen sieht der Führerscheinanwärter nur noch je eine Frage – „und kann sich voll auf diese konzentrieren“. Beantwortet er versehentlich eine Frage nicht, macht ihn der Computer darauf aufmerksam. Die Auswertung des elektronischen Bogens erfolgt automatisch, ein TÜV-Mitarbeiter ist nur noch zur Betreuung der Prüflinge vor Ort. „Falls ein Bewerber zu viele Fehler gemacht hat, erhält er ein nachvollziehbares Fehlerprotokoll, das es ihm ermöglicht, für die anstehende Wiederholungsprüfung gezielt zu lernen“, sagt Kreitlow.

Die Prüfung am PC sei vor allem eine gute Methode, um Manipulationen und Schummeleien zu verhindern, meint Fahrschulbetreiber Edgar Heidorn. „Mit den Papierbögen wurde viel Missbrauch getrieben. Hier ist sichergestellt, dass die Prüflinge die Antworten wirklich kennen und nicht einfach einen Bogen auswendig gelernt haben.“ Auch wer wenig geübt sei im Umgang mit dem Computer, komme klar, verspricht TÜV-Mann Kreitlow: Im Computer gebe es ein erläuterndes Einführungsprogramm. Und wenn der Computer in der Prüfung abstürzt? „Dann werden die Antworten gespeichert – und nach einer Pause geht es weiter.“

Die in Schweden zu lebenslanger Haft verurteilte Hannoveranerin Christine S. will nun doch nicht nach Deutschland gebracht werden. In einem Brief an die schwedischen Justizbehörden schreibt sie, sie wolle gemeinsam mit schwedischen Freunden Untersuchungen anstellen, um „den wahren Mörder“ zu finden. Dazu sei es nötig, dass sie in Schweden bleibe.

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