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Aus der Stadt Eine coole Sache
Hannover Aus der Stadt Eine coole Sache
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11:57 27.07.2013
Am heißen Tag suchen wir kühle Orte in Hannover: Dirk Runge produziert in seiner Kühlkammer Eiswürfel.
Am heißen Tag suchen wir kühle Orte in Hannover: Dirk Runge produziert in seiner Kühlkammer Eiswürfel. Quelle: Insa Cathérine Hagemann
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Hannover

Ihre Arbeit machte Eva-Maria Puschke am Montag besonders viel Spaß. „Ich habe mich richtig auf meinen Dienst gefreut, als ich hergefahren bin“, sagt sie. Denn an ihrem Arbeitsplatz herrschen 24 Grad. Puschke ist ehrenamtlich für den Willkommenskreis tätig und beantwortet in der Marktkirche Besuchern ihre Fragen - wie beispielsweise Veronika Lampe aus Lingen. Sie ist für einen Tag nach Hannover gefahren und wollte unbedingt die Marktkirche besuchen. „Sie ist wirklich sehr schön“, sagt Lampe. „Und es ist ganz herrlich, sich bei der Hitze hier aufzuhalten.“

Während die meisten anderen bei ihrem Job schnell ins Schwitzen kommen, setzt Dirk Runge für seinen sogar eine Mütze auf. Denn der Inhaber der Gaststätte „Zur Eiche“ betreibt nebenbei einen Eiswürfelbringdienst – und im Kühlhaus liegt die Temperatur bei minus 11 Grad. „An heißen Tagen ist das zum Abkühlen richtig schön“, sagt Runge. In seinem Kühlhaus lagern rund 80.000 Eiswürfel. Die verkauft er beispielsweise an Cocktailbars und Hotels. Aber auch Privatkunden verhilft er mit seinem Lagerbestand zu coolen Partys. Eine Thermobox mit 250 Eiswürfeln gibt’s für 10 Euro.

Holger Lucius fährt jeden Tag mit der Stadtbahn aus der City nach Stöcken. Dort arbeitet er für einen Sicherheitsdienst. „Die Dienstkleidung ist der Jahreszeit angepasst, aber in der Bahn ist es kaum auszuhalten“, sagt Lucius. Besonders auf den oberirdischen Abschnitten sei es sehr heiß in den Waggons. Er freue sich immer, wenn die Bahn unterirdisch fährt. „Im Tunnel kommt wenigstens mal ein bisschen Wind rein. Und auch in den Stationen ist es sehr angenehm“, sagt Lucius. Gestern Nachmittag zeigte das Thermometer in der Station an der Markthalle 22 Grad.

Ihren Kinotag im Cinemaxx am Raschplatz hatten Benjamin Weisner und Eileen Schmidt aus Faßberg schon länger geplant. „Dass es hier so angenehm frisch ist, wussten wir gar nicht“, sagt Schmidt. Für die Schüler war das gestern die schönste Überraschung ihres Ferientages. „Vorher waren wir Eis essen, aber das hier ist die bessere Abkühlung“, sagt Weisner. Bei 20 Grad Saaltemperatur haben sich die beiden die Komödie „Taffe Mädels“ angeschaut. Am Abend wollten sie sich eine weitere Erfrischung gönnen. „Wenn wir zu Hause sind, springen wir in den Pool“, sagt Schmidt.

Für Mirka Sliacka (links) und Monika Doubkova hat sich der Ausflug in die Niki-de-Saint-Phalle-Grotte im Großen Garten in Herrenhausen gleich doppelt gelohnt. „Das ist der kühlste Ort, an dem wir heute bislang waren“, sagt Sliacka. „Und auch der schönste“, fügt Doubkova an. Die beiden Studentinnen aus der Slowakei nehmen zurzeit an der Summer School der Leibniz Universität teil. Seit Wochen stand auf ihrer Wunschliste hannoverscher Sehenswürdigkeiten der Große Garten mit der berühmten Grotte. Dort zeigte das Thermometer gestern Nachmittag 22 Grad.

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