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Aus der Stadt Mord-Urteil im Prozess um zerstückelte Leiche
Hannover Aus der Stadt Mord-Urteil im Prozess um zerstückelte Leiche
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12:19 13.12.2016
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Dresden

Im zweiten Prozess um den bizarren Tod eines Geschäftsmannes aus Hannover und die Zerstücklung seiner Leiche ist der Angeklagte zu acht Jahren und sieben Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Dresden befand den Kriminalbeamten Detlev G. am Dienstag im Sinne der Anklage des Mordes und der Störung der Totenruhe für schuldig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Urteilsbegründung hatte das Gericht am Vormittag noch nicht vollständig verlesen.

Der vom Dienst suspendierte Beamte des Landeskriminalamtes Sachsen hat nach Überzeugung der Schwurgerichtskammer den 59-jährigen Wojchiech S. Anfang November 2013 getötet, dessen Leiche zerteilt und die Teile im Garten seiner Pension im Gimmlitztal vergraben. Die Männer hatten sich über das Internet in einem «Kannibalen»-Forum kennengelernt und zur Umsetzung ihrer makabren Fantasien Anfang November 2013 verabredet.

G. hatte den Mordvorwurf stets zurückgewiesen und angegeben, dass sich S. selbst erhängte und er dann wie verabredet dessen Leiche zerteilt habe. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen Mordes lebenslange Haft gefordert, die Verteidigung auf Freispruch plädierte.

Im April 2015 war G. von einer anderen Kammer des Landgerichts wegen Mordes zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter sahen im unbedingten Todeswunsch des Geschäftsmanns einen außergewöhnlichen Umstand und nahmen von der bei Mord üblichen lebenslangen Haft Abstand. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Urteil aber ein Jahr später auf und verwies den Fall zurück. Nach Ansicht des BGH ist bei einer Verurteilung wegen Mordes die Höchststrafe fällig.

dpa

13.12.2016
Simon Benne 13.12.2016
Andreas Schinkel 13.12.2016