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Aus der Stadt „Geld war Florian immer sehr wichtig“
Hannover Aus der Stadt „Geld war Florian immer sehr wichtig“
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17:23 25.10.2015
Die Spurensicherung am Haus der getöteten Geschäftsfrau. Quelle: Elsner
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Hannover

Nach Informationen der Staatsanwaltschaft hatte der Barsinghäuser offenbar geplant, den Mercedes SLK des Opfers sowie Gegenstände aus der Wohnung der 49-Jährigen zu Geld zu machen. „Geld war für Florian immer sehr wichtig“, sagt eine ehemalige Schulkameradin des Angeklagten. „Ich erinnere mich, dass er bei einem Treffen lange nach unserem Abschluss auf der KGS Barsinghausen damit prahlte, wie viel Geld er verdiene.“

Nach Erkenntnissen der Ermittler der Mordkommission „Mars“, benannt nach der Mars-la-Tour-Straße, an der Andrea K. wohnte, ist von diesem Geld jedoch nichts übrig. Florian K. soll hoch verschuldet gewesen sein. Noch in der Tatnacht soll er vergeblich versucht haben, mit den Bankkarten des Opfers an mehreren Bankautomaten Geld abzuheben, um damit seine Schulden zu tilgen.

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Kollegen informierten Polizei

Nach bisherigen Erkenntnissen soll K. sein Opfer am Abend des 4. Mai in dessen Wohnung getötet haben. Nachdem Andrea K. am Tag darauf nicht bei der Arbeit erschien, alarmierten ihre Kollegen die Polizei. Beamte fanden die 49-Jährige später tot in ihrer Badewanne. Die Ermittler gehen jedoch nicht davon aus, dass Florian K. den Mord schon im Vornherein geplant hatte. Schon vor dem Abend, an dem K. die Geschäftsführerin einer Zeitarbeitsfirma getötet haben soll, sollen sich die beiden getroffen haben.

Kennengelernt hatten sie sich zuvor über eine Kontaktbörse im Internet. Dort war der 27-Jährige offenbar unterwegs, obwohl er eine Freundin hatte. „Ich habe Florian als Aufreißer in Erinnerung“, sagt auch seine ehemalige Schulkameradin. Ständig habe er seine Freundinnen zu Schulzeiten gewechselt und es mit der Treue nicht so ernst genommen. „Bei Frauen hatte er durch seine charmante Art, sein Aussehen und sein Auftreten immer sofort einen Stein im Brett“, sagt sie. „Er ist ja auch ein smarter Typ.“

Aus diesem Grund war auch der ganze Bekanntenkreis des 27-Jährigen schockiert, als das Foto von K.s Facebook-Account in der Zeitung erschien. „Wir können uns nicht vorstellen, dass er so etwas Schreckliches getan haben soll“, sagt seine Schulfreundin. Auch Rechtsanwalt Dimitrios Kotios, der K. vertritt, sieht das so. Er kündigte an, dass es bei dem Prozess im November kein Geständnis seines Mandanten geben und er auf unschuldig plädieren werde.

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