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Aus der Stadt „Die Trinker finden die Darbietungen klasse“
Hannover Aus der Stadt „Die Trinker finden die Darbietungen klasse“
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00:15 19.08.2016
Von Andreas Schinkel
„Absolute Frechheit“: Kulturbühne auf dem Raschplatz. Foto: Schaarschmidt Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass das Publikum etwa zur Hälfte aus Zuhörern besteht, die man eigentlich sanft vom Platz schieben wollte. „Die Trinker finden die Darbietungen richtig klasse“, sagt Göttler.

Die Begeisterung scheinen Gastronomen am Raschplatz nicht zu teilen. Die Lautstärke der Livemusik hält Massoud Kader, Geschäftsführer der Bar Warm up, für eine „absolute Frechheit“, wie in einem Facebook-Kommentar zu lesen ist. Seine eigenen Gäste seien während des Konzerts fern geblieben, einzig das Trinkerpublikum habe sich bestens unterhalten gefühlt. Mehrere Facebook-Nutzer stimmen ihm zu und stören sich an der Art der Musik. „Hier treffen verschiedene Geschmäcker aufeinander“, vermutet Martin Prenzler, Geschäftsführer der City-Gemeinschaft. Die Partyszene auf dem Raschplatz vergnüge sich vor allem mit elektronischer Musik, auf der Kulturbühne werde aber alternativer Pop und Rock gespielt.

Auch den benachbarten Weißekreuzplatz hat eine Trinkerszene besetzt.

Nicht nur mit einem Kulturprogramm will die Stadt Hannover den Raschplatz zu einem schöneren Ort machen. Die Servicegruppe Innenstadt, eine Art Parkranger-Truppe für die City, soll zusammen mit dem Sicherheitsdienst Protec auf Streife gehen. „Auch wollen wir die Lichtverhältnisse verbessern im Übergang von der Niki-Passage zum Platz“, sagt Göttler. Bisher wird der Raschplatz dreimal am Tag gereinigt, die Intervalle sollen sich erhöhen. Auch mehr Sozialarbeiter will die Stadt zum Raschplatz schicken. Göttler gibt aber zu Bedenken, dass die Personalkosten gedeckelt seien. Zugleich sei die Zahl der Trinker massiv angestiegen.

Mit Sorge sieht die Stadtbezirksmanagerin der Eröffnung einer Shisha-Bar am Freitag auf dem Raschplatz entgegen. Bis zu 450 Plätze soll die Bar bereithalten.

Noch bis zum September veranstaltet das Kulturbüro der Stadt zusammen mit dem Musikzentrum drei Konzerte pro Woche auf dem Raschplatz. Am 24. August ab 17.30 Uhr spielen Alyssa und die Singer-Songwriterin LEA.

Lärm, Gestank, Glasscherben und zu viel Aggressivität: Auf den Weißekreuzplatz in der Oststadt ist die Trinkerszene zurückgekehrt. Rund 50 bis 60 Personen umfasst die Gruppe, schätzt die Stadtverwaltung. Anwohner beobachten bis zu 40 Trinker, die sich auf dem Platz versammeln und für Sozialarbeiter nicht zugänglich sind.

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