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Aus der Stadt Muslime bekunden Solidarität mit Journalisten
Hannover Aus der Stadt Muslime bekunden Solidarität mit Journalisten
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18:13 16.01.2015
Besucher des Freitaggebets der Merkez-Moschee zeigen in Hannover Handzettel mit der Aufschrift "Bei Euch" und Mit Euch". Sie gedachten so der der Opfer des Anschlags auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo".
Besucher des Freitaggebets der Merkez-Moschee zeigen in Hannover Handzettel mit der Aufschrift "Bei Euch" und Mit Euch". Sie gedachten so der der Opfer des Anschlags auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo". Quelle: dpa
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Hannover

Im Medienzentrum sind unter anderem Redaktionen der Sender RTL, Sat.1, ffn und Hitradio Antenne sowie der Zeitung „Neue Presse“ untergebracht. Zu der Aktion hatte die Türkisch-Islamische Union (Ditib) als Reaktion auf den Anschlag auf die Pariser Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ aufgerufen.

„Wir wollten ein Zeichen setzen und dieses Zeichen sollte Solidarität sein“, sagte die Ditib-Geschäftsführerin in Niedersachen und Bremen, Emine Oguz, dem epd. Natürlich sei es verletzend, wenn durch Karikaturen Religionen oder der Prophet Mohammed in den Dreck gezogen würden: „Aber in einer Demokratie müssen wir dann darüber reden, unsere Standpunkte austauschen und die Meinung des Anderen aushalten können“, sagte Oguz. „Gewalt im Namen einer Religion ist keinesfalls tragbar.“

Aktion nach dem islamischen Mittagsgebet

Nach dem islamischen Mittagsgebet machten Mitglieder von Moscheegemeinden und Imame Solidaritätsbesuche in Dutzenden von Zeitungsredaktionen und TV-Sendern. Darunter waren auch „Der Spiegel“ und „Die Zeit“ in Hamburg, das ZDF in Mainz und das Axel-Springer-Haus in Berlin.

Es reiche nicht, den Angriff aufs Schärfste zu verurteilen, hieß es in einer bei den Mahnwachen verlesenen Erklärung. „Wir müssen als Religionsgemeinschaft deutlich machen, dass wir uns mit unserem Glauben und unseren Gemeinden für die Freiheiten und das Leben eines jeden einsetzen.“ Die Teilnehmer verurteilten den Anschlag von Paris als Angriff auf die tragenden Pfeiler der freiheitlichen Gesellschaftsordnung. Niemals dürfe das Leben eines Menschen wegen seines Glaubens oder seiner Meinung angetastet werden.

Die Ditib ist der mit Abstand größte islamische Verband in Deutschland. Ihm gehören bundesweit mehr als 900 Vereine an, die meisten davon Moscheegemeinden.

epd

16.01.2015
Michael Zgoll 16.01.2015
Michael Zgoll 16.01.2015