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Aus der Stadt Muslime feiern Geburtstagsfest für Mohammed
Hannover Aus der Stadt Muslime feiern Geburtstagsfest für Mohammed
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18:20 14.04.2009
Von Andreas Schinkel
Jeder der Gäste bekommt eine Rose zum Empfang. Quelle: Christian Burkert

Lächelnd reichen die Mädchen jedem Gast eine Rose, die ebenso rot leuchtet wie die Kopftücher der jungen Musliminnen. „Der Prophet hat heute Geburtstag, und die Rose ist sein Symbol“, sagt die 18-jährige Hülya und strahlt über das ganze Gesicht. Rund 3500 Muslime aus ganz Niedersachsen kamen am Sonntag im Kuppelsaal des Congresscentrums zusammen, um den 1438. Geburtstag Mohammeds zu zelebrieren. Mit Oberbürgermeister Stephan Weil und Regionspräsident Hauke Jagau hatte der Veranstalter, die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB), auch zwei prominente Redner aus der Stadtspitze eingeladen.

Hannover 96 hat gewonnen, und Galatasaray gegen Fenerbahce wird bestimmt auch ein spannendes Spiel“, sagte Weil und hatte den Applaus sogleich auf seiner Seite. Er betonte, dass Integration nicht Assimilation bedeute und die 45.000 Muslime in Hannover keinesfalls ihre religiösen und kulturellen Wurzeln aufgeben müssten. „Dennoch sollten die Muslime Verantwortung für die Stadt, in der sie leben, übernehmen“, sagte er und schloss mit einem überraschend flammenden Appell. „Migrantenkinder müssen besser gefördert werden, deshalb melden Sie ihre Kinder so früh wie möglich in einer unserer Kitas an!“, rief Weil unter großem Applaus.

Demgegenüber schlug Regionspräsident Jagau leisere Töne an. Er freue sich über die multikulturellen Feste, wie er sie in seiner Zeit erlebte, als er in Linden wohnte. „Ich hoffe, dass die Türkei bald ein festes Mitglied der EU sein wird“, sagte Jagau.

Die türkischen Redner betonten die liberale und friedvolle Gesinnung, die sich aus den Lehren Mohammeds ableiten lasse. „Mohammed war für die Gleichberechtigung aller Menschen. Es ist bedauerlich, dass der Islam heute als Quell von Gewalt und Terror wahrgenommen wird“, sagte Seyfi Bozkus, Religionsattaché in Hannover. Auch für Ali Ihsan Ünlü, Generalsekretär des muslimischen Verbands DITIB, ist der Prophet „ein Vorbild in allen Bereichen des Lebens“.

Zwar gab sich der Verband, der deutschlandweit fast 120 000 Mitglieder zählt, im Kuppelsaal betont weltoffen. Doch die Organisation ist nicht unumstritten. Ihr wird vorgeworfen, allzu eng mit der türkischen Regierung verbunden zu sein und eher auf die Pflege der türkischen Identität als auf die Bedürfnisse und Probleme der in Deutschland lebenden Türken zu achten. „Wir haben keinen direkten Draht zu Ministerpräsident Erdogan, arbeiten aber mit der türkischen Religionsbehörde zusammen“, sagte Ünlü am Rande der Veranstaltung. Ein Problem, so räumte er ein, seien die mangelnden Deutschkenntnisse der Imame, die aus der Türkei für jeweils vier Jahre in die Gemeinden der DITIB entsandt werden. „Wir arbeiten aber mit Innenminister Schünemann daran, dass unsere Prediger künftig hier in Deutschland ausgebildet werden“, sagte Ünlü.

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Für Niedersachsen und Bremen soll es künftig wie schon in anderen Bundesländern einen Landesverband der Tafeln geben. Sitz des Verbandes soll Hannover sein, wie Koordinatorin Edeltraut Graeßner, Vorsitzende der Tafel in Lingen, am Samstag nach einem Ländertreffen in Northeim mitteilte.

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