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Aus der Stadt Jagau: „Muss nicht auf die Opposition zugehen“
Hannover Aus der Stadt Jagau: „Muss nicht auf die Opposition zugehen“
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22:27 15.06.2014
Von Mathias Klein
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Herr Jagau, Sie haben 50,9 Prozent erzielt, 2006 waren es noch 58,8. Wie bewerten Sie dieses Ergebnis?
Ich habe die Wahl gewonnen, mit 4000 Stimmen Vorsprung. Deshalb bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Prozentzahl spielt für mich keine Rolle.

Die Stichwahl litt unter einer besonders geringen Wahlbeteiligung von 27,6 Prozent. Wissen die Menschen in der Region Hannover immer noch nicht, was ein Regionspräsident macht?
Zwischen dem ersten Wahlgang und der Stichwahl lagen drei Wochen. Das ist ein langer Zeitraum. Im Jahr 2021, wenn das nächste Mal ein Regionspräsident gewählt wird, wird auch die Regionsversammlung gewählt. Das ist ein wichtiger Schritt. Denn es ist etwas anderes, wenn zusätzlich 300 Kandidaten für die Regionsversammlung Wahlkampf machen. Dann können sie viel stärker mobilisieren, und mehr Menschen werden auch den Regionspräsidenten wählen.

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Es bleibt der Eindruck eines Wahlkampfes ohne große Themen. War es Absicht, den Menschen nicht so viel Lust zu machen?
Da habe ich einen anderen Eindruck.

CDU-Kandidat Axel Brockmann hat fast die Hälfte der Stimmen bekommen. Ist das jetzt der Zeitpunkt, auf die CDU in der Regionsversammlung zuzugehen?
Ich habe die Wahl gewonnen, im ersten Wahlgang hatte ich 30 000 Stimmen Vorsprung. Ich muss nicht auf die Opposition zugehen. Wir arbeiten immer mit der Opposition zusammen, wenn diese auch mit uns zusammenarbeiten will.

Was sind die Themen der nächsten Monate?
Bekannte Themen. Wir müssen das Klinikum stabilisieren, außerdem ist für uns die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit ein wichtiges Thema. Weiter stehen die Verbesserung der Lebensqualität und das Leben im Alter im Mittelpunkt.

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