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Aus der Stadt Mutter bringt Töchter aus Tunesien zurück nach Hannover
Hannover Aus der Stadt Mutter bringt Töchter aus Tunesien zurück nach Hannover
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12:24 22.05.2018
Katharina Schmidt hat ihre zwei Töchter, die ihr Ex-Mann gegen ihren Willen nach Tunesien gebracht hatte, erfolgreich nach Deutschland geholt. Quelle: Holger Hollemann
Hannover

 Zwei Mädchen aus Hannover, die mehrere Jahre in Tunesien festgehalten wurden, sind mit ihrer Mutter nach Deutschland zurückgekehrt. Am Dienstagvormittag kamen sie auf dem Hauptbahnhof Hannover an. Die Mutter sagte, dass sie sehr glücklich seien, aber nun erst einmal Ruhe benötigten. Die tunesischen Behörden hätten die Familie in der Nacht zu Dienstag ausreisen lassen, berichtete der NDR. Am frühen Morgen landeten sie demnach am Flughafen in Frankfurt am Main.

Es sei am Ende alles gut gegangen, schrieb die Mutter vor der Ankunft an die Deutsche Presse-Agentur. Alle seien „wirklich fix und fertig“, aber „super happy“. Schon zwei Tage zuvor hatte die Mutter versucht, die beiden Kinder im Alter von neun und elf Jahren im Flugzeug mit nach Deutschland zu nehmen. Die Familie wurde aber trotz Ausreisegenehmigung zunächst am Flughafen in Tunis gestoppt.

Vater sitzt seit zwei Jahren in Haft

Damit hatte sich der Fall, der sich seit Jahren hinzieht, am Wochenende dramatisch zugespitzt. Während eines Besuches der Mutter in der tunesischen Stadt Kasserine habe die ältere Tochter den Wunsch geäußert, nach Deutschland zurückzukehren, sagte die Tante der Kinder der dpa. Die Mutter habe die Mädchen kurzerhand im Auto mitgenommen und sei zur Deutschen Botschaft in die Hauptstadt Tunis gefahren, wo umgehend Pässe für die Mädchen erstellt worden seien.

Der Vater der Kinder, Kais B., sitzt seit zwei Jahren in Deutschland wegen Kindesentziehung im Gefängnis. Obwohl die Mutter aus Hannover sowohl von deutschen als auch tunesischen Gerichten das alleinige Sorgerecht zugesprochen bekommen hatte, weigerte sich die Familie in Tunesien, die Kinder nach Deutschland zurückkehren zu lassen. Bereits im Januar hatte der Bruder von Kais B. in Aussicht gestellt, die Kinder nach Hannover zurückzubringen – allerdings nur dann, wenn sie dies selbst wollten.

Der Anwalt des inhaftierten Vaters, Michael Hahne, hofft, dass die Gefängnisstrafe seines Mandanten jetzt in eine Bewährungsstrafe umgewandelt wird. Er hatte gegen das jüngste Urteil im April Berufung eingelegt. „Es ist eine tolle Nachricht, dass die Kinder wieder in Deutschland sind“, sagte Hahne.

Von dpa

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