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Aus der Stadt Linksautonome bekennen sich zu Brandanschlag in Linden
Hannover Aus der Stadt Linksautonome bekennen sich zu Brandanschlag in Linden
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00:18 22.10.2017
Von Tobias Morchner
Nach dem Brandanschlag auf ein Auto in der Nacht zu Donnerstag in Linden-Nord ist bei der HAZ ein Bekennerschreiben eingegangen.  Quelle: Uwe Dillenberg (Symbolbild)
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Hannover

In dem Schreiben heißt es, die Tat sei eine "Antwort auf Zwangsräumungen und einen profitorientierten Umgang mit Wohnraum". Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Wagen, der am Mittwoch gegen 2.30 Uhr in der Hennigesstraße angezündet worden war, gehörte der Firma Haack-Immobilien. Das Unternehmen wollte keine Stellungnahme abgeben.

Haack war bereits mehrfach in die Schlagzeilen geraten. Im Dezember 2014 war in einem Mehrfamilienhaus in der Südstadt der Fahrstuhl ausgefallen. Wochenlang kümmerte sich die Hausverwaltung, Haack Immobilien, nicht darum, den Defekt beheben zu lassen. Ältere und gehbehinderte Mieter waren in ihren Wohnungen eingeschlossen.

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Im Sommer 2015 ließ die Firma Haack eine Wohnung in der Nieschlagstraße in Linden-Mitte zwangsräumen. Als Demonstranten das verhindern wollten und den Zugang blockierten, musste die Polizei den Weg frei machen. Die Protestierenden kritisierten, die Hausverwaltung habe Tricks angewandt, um den Mieter aus der Wohnung zu bekommen. Unter dem Vorwand, ihm eine Ersatzwohnung zur Verfügung zu stellen, soll das Unternehmen den Mieter dazu gebracht haben, einen Auflösungsvertrag zu unterschreiben. Von der Ersatzwohnung sei später nicht mehr die Rede gewesen.

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