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Aus der Stadt Staatsanwalt erhebt Anklage wegen Totschlag
Hannover Aus der Stadt Staatsanwalt erhebt Anklage wegen Totschlag
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00:15 15.02.2016
Von Jörn Kießler
Im September sicherten Mitarbeiter der Kriminalpolizei Beweise in dem Bothfelder Waldstück Große Heide. Durch die Auswertung kam die Polizei auf die Spur der beiden mutmaßlichen Täter. Quelle: Uwe Dillenberg
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Hannover

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat Anklage wegen Totschlags gegen zwei 35 und 36 Jahre alte Männer erhoben. Die beiden Obdachlosen waren im November vergangenen Jahres verhaftet worden, nachdem Kriminaltechniker der Polizei die Spuren am Tatort in einer Barackensiedlung in Bothfeld ausgewertet hatten. Dort hatten die beiden Verdächtigen laut ihrer eigenen Aussage am 7. September den Leichnam des 36-Jährigen gefunden. "Die Untersuchungen der Kriminaltechnik mündeten jedoch in einem dringenden Tatverdacht gegen die beiden Männer", sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. So wurde unter anderem die DNA der beiden mutmaßlichen Täter gefunden.

Den beiden Männern, die seit dem 13. November in Untersuchungshaft sitzen, soll nun der Prozess vor dem Schwurgericht gemacht werden. Nach Meinung der Ermittler prügelten die beiden Angeklagten an dem Sonntag Anfang September mit Stuhlbeinen und einem anderen langen Holzstück so lange auf den Oberkörper und den Kopf des Letten ein, bis dieser gelähmt war und dann an den Folgen von inneren und äußeren Blutungen starb. "Wir haben Erkenntnisse, dass die beiden Angeklagten, das Opfer aber noch andere Zechkumpane an diesem Abend ein Trinkgelage an der Barackensiedlung veranstalteten", sagt Klinge.

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Im Laufe des Abends soll nicht nur der Alkoholpegel der Beteiligten immer weiter gestiegen sein, sondern auch das Aggressionspotential. So soll einer der Obdachlosen irgendwann so betrunken gewesen sein, dass er sich selbst einnässte. Das war Grund genug für mehrere andere Obdachlose, um auf ihn einzuprügeln. Wie genau der tödliche Streit zwischen den beiden Angeklagten und dem 36-Jährigen, der in der Obdachlosenszene auch unter dem Spitznamen "Malutki" bekannt war, ausgelöst wurde, ist noch unklar. Auch die beiden Angeklagten, die nach ihrer Befragung im September zunächst wieder auf freien Fuß kamen, bestreiten die Anschuldigungen.

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