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Aus der Stadt Nordstadt-Klinikum kann saniert werden
Hannover Aus der Stadt Nordstadt-Klinikum kann saniert werden
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00:15 06.01.2017
Von Mathias Klein
Seit drei Jahren ein Streitfall: Der Neubau des Nordstadt-Klinikums mit dem Wasserschaden. Quelle: Schaarschmidt
Hannover

Nach dem derzeitigen Stand übernähme die Versicherung die Kosten für die aufwendige Sanierung des Gebäudes, teilte Klinikumssprecher Steffen Ellerhoff auf Anfrage der HAZ mit. Eine entsprechende Sanierungsvereinbarung sei mit dem Versicherer getroffen worden.

Der vor anderthalb Jahren entstandene Wasserschaden im neu gebauten Bettenhaus des Nordstadtkrankenhauses hat offenbar schwerwiegendere Auswirkungen als bisher bekannt.

Nach Angaben von Ellerhoff sind trotz der Vereinbarung allerdings immer noch viele Fragen ungeklärt. Dabei gehe es vor allem um den konkreten Ablauf der Sanierungsarbeiten. Details dazu wollte der Klinikumssprecher nicht nennen.

Derzeit ist auch noch offen, wann mit der Sanierung begonnen werden kann. Daher stehe auch noch nicht fest, welche Stationen in dem Bau nach Beendigung der Arbeiten untergebracht werden sollen. „An der Entwicklung des Standorts wird wegen der Verzögerung der Inbetriebnahme noch gearbeitet“, sagte Ellerhoff. Konkrete Entscheidungen hingen auch vom Zeitpunkt der Fertigstellung ab.

20 Millionen Euro Schaden

Das Verfahren mit der Versicherung sei „mühsam“, hatte vor Kurzem Regionspräsident Hauke Jagau gesagt, der auch Aufsichtsratschef des Klinikums ist. In dem Neubau habe es bereits vor dem Wasserschaden Feuchtigkeitsprobleme gegeben, die zu baulichen Nachbesserungen hätten führen können, meinte er. Das Ganze sei deshalb besonders kompliziert, weil es sich um unterschiedliche Versicherungen handele. Dabei gehe es jetzt auch immer um die Frage, welche Probleme es bereits vor dem Wasserschaden gegeben habe und welche in dessen Folge erst hinzugekommen seien, betonte der Aufsichtsratschef. „Wir brauchen dringend das neue Gebäude“, sagte er.

Im Januar 2014 war in dem kurz vor der Fertigstellung befindlichen Gebäude ein Wasserschaden entdeckt worden. Unbekannte hatten jeweils einen Wasserhahn im dritten Obergeschoss und einen Hahn im unteren Stockwerk aufgedreht. Das Wasser konnte tagelang ungehindert fließen. Interne Schätzungen des Klinikums gehen von einem Schaden von 20 Millionen Euro aus.

Betrieb macht große Verluste

Das Gebäude wird deshalb dringend benötigt, weil im Nordstadtkrankenhaus zahlreiche Stationen in kleinen, veralteten Pavillons untergebracht sind. Das macht die Arbeit uneffektiv und nicht rentabel.
Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass das Nordstadtkrankenhaus Millionenverluste macht. Die Klinik verzeichnete im Jahr 2015 ein Minus von 6,3 Millionen Euro. Das Klinikum hatte diese Zahl mit der alten Gebäudesubstanz in Pavillonstruktur begründet.

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