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Aus der Stadt Nachtbus lässt Jugendliche an Haltestelle stehen
Hannover Aus der Stadt Nachtbus lässt Jugendliche an Haltestelle stehen
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10:04 24.09.2010
Von Bernd Haase
Bus fährt zu früh an der Haltestelle ab - Mutter muss Töchter mit dem Auto abholen. Quelle: Handout (Symbolbild)

Am vergangenen Freitag gegen 1 Uhr hatte eine Hannoveranerin aus Bothfeld einen ungeplanten Nachteinsatz: Sie musste ihre beiden Töchter, 16 und 19 Jahre alt, an der Endhaltestelle „Alte Heide“ der Stadtbahnlinie 2 abholen. Eigentlich hatten sie den Bus Richtung Meierwiesen nehmen wollen, aber der war abgefahren – noch bevor die Stadtbahn eingetroffen war. Nach Angaben der Üstra hat der Fahrer damit gegen Anweisungen verstoßen.

Die Bothfelderin hat jetzt einen geharnischten Brief an die Üstra geschrieben. „Das war kein Einzelfall. Entweder fahren die Busse zu früh ab, oder sie warten nicht auf verspätete Stadtbahnen“, sagt sie. Dies passiere auffallend häufig bei späten Nachtbussen – die Fahrer wollten wohl unbedingt pünktlich Feierabend machen, mutmaßt sie. „Anschlusssicherung ist uns wichtig, und die Fahrer kennen die Regelungen“, betont Udo Iwannek, Sprecher der Üstra. Hinter dem Begriff verbirgt sich der Gedanke, dass Fahrgäste besonders an Endhaltestellen der Stadtbahnen sicher sein können, den weiterführenden Bus auch zu erreichen.

„Generell dürfen Busse und Bahnen nicht zu früh abfahren. Das ist fast noch schlimmer als eine Verspätung“, sagt Iwannek. Dahinter steckt erstens die Erkenntnis, dass Fahrgäste gerne auf den letzten Drücker zur Haltestelle kommen. Zweitens sind die Fahrpläne mittlerweile oft minutiös aufeinander abgestimmt. Sollten sich eine Bahn oder ein Bus verspäten, kann der direkte Anschluss tagsüber nicht immer eingehalten werden. Weil die Fahrzeuge aber in dichter Taktfolge unterwegs sind, bleiben die Folgen überschaubar.

Anders sieht die Sache zu schwachen Verkehrszeiten und insbesondere in den Nachtstunden aus. „Wenn eine Bahn verspätet ist, muss der Bus warten“, bekräftigt Iwannek. Ausnahmen von dieser Regelung seien lediglich erlaubt, wenn eine schwere Störung vorliege – beispielsweise eine längere oder vollständige Streckensperrung. Dies aber würden die Fahrgäste in der Bahn mitbekommen, weil es die Fahrer durchsagen müssen.

Am Mittwoch gegen 19.20 Uhr wurde der Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion, Jürgen Trittin, im Zuge einer Podiumsdiskussion in Hannover Opfer einer Joghurt-Torten-Attacke. Die HAZ zeigt nun einen Videomitschnitt aus dem Zuschauerraum, der der Zeitung zugespielt wurde.

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