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Aus der Stadt Der Himmel bleibt rund um die Uhr offen
Hannover Aus der Stadt Der Himmel bleibt rund um die Uhr offen
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00:17 12.07.2014
Von Bernd Haase
Auch künftig sind in Hannover Nachtflüge zulässig. Quelle: dpa
Hannover

Rund 30 Flugzeuge fliegen im Schnitt pro Nacht den Flughafen Hannover in Langenhagen an oder starten von dort. Dabei wird es bleiben. Eine Anwohnerin aus Isernhagen ist vor dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg mit dem Versuch gescheitert, ein Nachtflugverbot zu erstreiten. „Durch die geltende Regelung wird die Klägerin nicht in ihren Rechten verletzt. Es gibt keine Anhaltspunkte für eine Gefährdung der Gesundheit der Bewohner des Grundstücks durch nächtlichen Fluglärm“, urteilte der 7. Senat.

Was in Langenhagen am Airport geht und was nicht, steht in der Betriebserlaubnis. Seit Inbetriebnahme vor mehr als 60 Jahren ist dort rund um die Uhr Flugbetrieb zugelassen – in Deutschland haben die Hannoveraner damit eine der liberalsten Nachtflugregelungen überhaupt. Sie pochen darauf aus wirtschaftlichen Gründen, während Anrainer wegen des Lärms immer wieder um Verbesserungen kämpfen. Die Betriebserlaubnis ist zuletzt 2009 durch das zuständige Landesverkehrsministerium um zehn Jahre verlängert worden.

Die Klägerin besitzt ein denkmalgeschütztes Wohnhaus aus dem Jahr 1733. Es steht in der Nachtschutzzone des Flughafens, was bedeutet, dass die Frau Anspruch auf Lärmschutzmaßnahmen hat, die der Flughafen finanziert. Sie hat sich auf dessen Kosten Spezialfenster einbauen lassen; das Angebot, ihr Hausdach zu dämmen, aber nicht in Anspruch genommen.

Ihre Klage begründete die Isernhagenerin damit, dass das Ministerium bei der Neufassung der Betriebserlaubnis nicht zwischen dem Schutz der Bevölkerung vor Krach und dem Bedarf des Flughafens für die nächtlichen Flüge abgewogen hätte. Das musste es auch nicht, meinen die Richter in Lüneburg: „Dies wäre nur erforderlich und zulässig, wenn der nächtliche Flugbetrieb wesentlich erweitert oder geändert worden wäre oder der Flughafen ausgebaut würde.“ Beides sei nicht der Fall. Eine Revision beim Bundesverwaltungsgericht ließ der Senat nicht zu.

Der Flughafen hatte vor einigen Jahren die wirtschaftliche Bedeutung des Nachtfluges durch Wirtschaftswissenschaftler der Leibniz Universität untersuchen lassen. Danach steht der Airport mit seinem Gelände und dem angrenzenden Business-Park für 8000 Arbeitsplätze. Dürfte nachts nicht mehr geflogen werden, wären zwischen 1500 und 2300 davon bedroht, hieß es in der Studie.

Neues Lärmportal im Netz

Lärmdebatten gibt es an jedem Flughafen in Deutschland. Was das Internet angeht, haben die Betreiber das Feld bislang zumeist Bürger- und Lärmschutzinitiativen überlassen. Jetzt hält die Branche, organisiert im Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, mit einem eigenen Netzauftritt unter 
www.fluglärm-portal.de dagegen. „Wir wollen zu einer sachlicheren Debatte beitragen“, sagt der Vorsitzende, 
der Journalist Klaus-Peter Siegloch. 
Themen sind unter anderem physikalische Grundlagen sowie Möglichkeiten und getroffene Maßnahmen zur Verminderung des Lärms. Wer mag, kann sich unterschiedliche Geräusche von der Flugzeugturbine über Sambatrommeln bis hin zum Rauschen eines Baches vorspielen lassen und sie vergleichen.

Der Deutsche Wetterdienst hat eine Unwetterwarnung für die Region Hannover herausgegeben: Bis 20 Uhr werden mehrere Gewitter mit orkanartigen Böen, heftigem Regen und Hagel erwartet. Bislang ist die Region Hannover bis auf starke Regengüsse am Nachmittag verschont geblieben. Das Kleine Fest im Großen Garten von Herrenhausen beginnt wie geplant um 18.30 Uhr.

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