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Aus der Stadt Noch mehr Natur in der Stadt
Hannover Aus der Stadt Noch mehr Natur in der Stadt
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09:05 07.11.2014
Von Sabine Gurol
Ein Beitrag für die Natur: Landwirt Wilfried Otto und seine Galloways.
Ein Beitrag für die Natur: Landwirt Wilfried Otto und seine Galloways. Quelle: Rainer Surrey
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Hannover

Vier weitere Jahre fördert die Stadt den Naturschutz in Hannover: Das Programm „Mehr Natur in der Stadt“ wird bis 2018 verlängert. Damit soll auch in den kommenden Jahren die biologische Vielfalt gezielt gefördert werden. 2009 wurde das Programm ins Leben gerufen. Die Renaturierung des Altwarmbüchener Moors und die Entwicklung der Misburger Mergelgrube zu einem Kalksumpf sind nur einige der Projekte, die im Zuge des Programms verwirklicht wurden. Den Lohn für die Arbeit gab es bereits 2011. Seitdem darf sich Hannover „Bundeshauptstadt der Biodiversität“ nennen.

Finanziert wird das Projekt mit 100.000 Euro jährlich. Hinzu kommen Fördermittel, die für einzelne Projekte wie die Dach- und Fassadenbegrünung zur Verfügung stehen. Bereits seit 2012 erhalten Hannoveraner, die an ihren Gebäuden Dächer und Fassaden bepflanzen wollen, einen Zuschuss.

Eines der Naturprojekte erleben Naturfreunde am Rande der Stadt in Badenstedt. Dort hält Landwirt Wilfried Otto eine Herde Galloway-Rinder. Die alte Nutztierrasse wird seit einigen Jahren vermehrt im Naturschutz eingesetzt, denn die Rinder sind gut für Flora und Fauna. „Die Menschen kommen hier vorbei und können die Natur hautnah erleben“, sagt Ulrich Schmersow vom Fachbereich Forsten, Naherholung und Naturschutz. Das grüne Image stößt nicht nur bei Einheimischen auf Zustimmung. „Wir haben an mehreren Punkten der Stadt Obstgehölze angelegt. Alte Apfelsorten, Kirschen und Birnen wachsen dort. Solche Projekte machen die Stadt attraktiv und locken die Menschen nach Hannover“, meint Schmersow.

Aufgeteilt werden die etwa 20 geplanten Projekte in drei sogenannte Handlungsfelder.

Verbesserung der biologischen Vielfalt: Hannover soll sich natur- und landschaftsfreundlich entwickeln. Hierfür gibt es Projekte, die sich um den Schutz der Artenvielfalt bei Tieren- und Pflanzen bemühen. Außerdem stehen Aufforstung von Wäldern und die Pflege geschützter Biotope auf der Projektliste.

Menschen für Natur begeistern: Smartphones sollen helfen, die Natur zu erleben. Mit Geocaches, Multimediarundgängen und Hörspaziergängen soll das Naturerleben für alle Altersgruppen möglich werden. In der Innenstadt soll ein Sinnespfad eingerichtet werden.

Bürgerschaftliches Engagement: Ob Dach- und Fassadenbegrünung oder frei zugängliche Obstgehölze: Der Bürger soll in das Begrünungsprojekt eingebunden werden.

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