Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt „Nette Krankenschwestern und viele Parkplätze“
Hannover Aus der Stadt „Nette Krankenschwestern und viele Parkplätze“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 14.04.2015
Von Saskia Döhner
Wiebke Schrader, leitende Hebamme, zeigt werdenden Eltern den Kreißsaal. Quelle: von Ditfurth
Hannover

Die angehenden Mütter wollen nette Mitarbeiter und eine Atmosphäre, in der sie sich von Anfang an wohlfühlen, den Vätern in spé sind „gute Erreichbarkeit“ und „viele Parkplätze“ wichtig – die Anforderungen an eine Geburtsklinik sind bei Frauen und Männern durchaus unterschiedlich. Sechs Geburtskliniken in der Region haben sich am Sonnabend bei einem Tag der offenen Tür präsentiert. 

In Hannover sind es das Perinatalzentrum in Kirchrode und das Kinderkrankenhaus auf der Bult, das Vinzenzkrankenhaus und die Medizinische Hochschule. Im Umland beteiligen sich die Kliniken in Großburgwedel und Gehrden. Es gibt Führungen durch den Kreissal und die Wochenbettstationen genauso wie Informationen zum richtigen Babysitz fürs Auto oder einen „Wickel-Schnell-Kursus“.

Viele junge Paare kommen, manchen auch schon mit einem älteren Kind an der Hand. Schnell bilden sich die ersten Schlangen. Das Interesse an dem Tag der offenen Tür sei deutlich größer als in den vergangenen Jahren, heißt es, vermutlich auch weil die Geburtsklinik im Nordstadtkrankenhaus, wo im Schnitt pro Jahr 1000 Babys zur Welt gekommen sind, im Mai geschlossen wird. Einige Schwangere haben lieber Freundinnen oder ihre Mütter mitgebracht. Saskia Gericke wird von ihrer Großmutter begleitet. Die 23-Jährige aus der Nordstadt erwartet Ende August ihr erstes Kind. Sie möchte eine Geburtsklinik, in der sie sich gut aufgehoben fühlt und das Personal freundlich und verständnisvoll ist. Das Nordstadtkrankenhaus wäre für sie das Nächste gewesen. „Das geht ja nun nicht“, sagt die 23-Jährige, aber es gebe ja noch andere gut erreichbare Kliniken.  „Ich muss sie in guten Händen wissen“, sagt Gerickes Großmutter, die ihren eigenen Namen nicht in der Zeitung lesen will.

Die Enkelin findet es auch wichtig, dass im Fall einer Frühgeburt die medizinischen Experten direkt vor Ort sind. Im Perinatalzentrum Hannover in Kirchrode ist das der Fall. Die Frauenklinik der Henriettenstiftung arbeitet seit 15 Jahren mit dem Kinderkrankenhaus auf der Bult zusammen. „Das ist quasi unser Adac“, sagt die Leitende Hebamme Wiebke Schrader, als sie eine Gruppe angehender Eltern durch den von Lilatönen dominierten Kreißsaal führt: „Man braucht ihn nicht immer, aber es ist gut, wenn er da ist.“

Schneider erläutert den Mechanismus des Geburtsbettes, zeigt auf die Wärmelampe, dann auf einen Sessel mit höhenverstellbarem Beinteil. „Da kann man den Kreislauf schnell wieder in Schwung bringen, falls mal jemand während der Geburt kollabiert.“ Das passiere sehr selten: „Wenn, dann sind es die Väter“, sagt Schrader, von Hebammen oder Ärzten, geschweige den Müttern, die umkippten, habe sie noch nie gehört. Die Frauen unter den Zuhörern lächeln ein wenig wissend, drei, vier Männer werden noch etwas blässer als sie ohnehin schon sind.

Genau 2173 Kinder sind im Perinatalzentrum im Jahr 2014 zur Welt gekommen, gerade ist ein fünfter Kreißsaal eingerichtet worden. Auch für dieses Jahr richtet sich das Krankenhaus auf weiter steigende Geburtenzahlen ein.

Im nur wenige Kilometer entfernten Vinzenzkrankenhaus hat man schon seit Anfang des Jahres einen Babyboom zu verzeichnen. 1057 Kinder sind hier 2014 geboren worden. Katrin Dufrenne und Henning Seinsch (beide 29) erwarten Mitte September ihr erstes Kind. Es wird wohl in einem Kirchröder Krankenhaus zur Welt kommen, meinen beide. Noch sind sie entspannt.

Geburtsvorbereitung und Kofferpacken stehen noch längst nicht an. „Aber informieren kann man sich nicht früh genug“, sagt die junge Frau und strebt Richtung Wochenbettstation. „Mir ist es wichtig, dass es meiner Freundin gut geht“, schiebt Seinsch schnell noch hinterher  „Nehmen Sie eine Person ihres Vertrauens mit in den Kreißsaal“, sagt Chefarzt Joachim Pape gerade, „wenn immer neue Leute rein und rausgehen, wird das zu unruhig.“

Aus der Stadt Europaweiter Blitzermarathon - Hier werden Sie am 16. April geblitzt

Trotz ihrer Skepsis gegenüber Blitzermarathons beteiligt sich die Polizeidirektion Hannover am 16. April am europaweiten Blitzermarathon. Ab 6 Uhr morgens nehmen die Beamten in insgesamt 21 europäischen Ländern Temposünder ins Visier. Wir sagen sagen Ihnen jetzt schon, wo Sie mit Kontrollen rechnen müssen.

11.04.2015
Aus der Stadt Seniorchef des Wurstbasars - Konrad Hinsemann gestorben

Konrad Hinsemann, Seniorchef des Wurstbasars, ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Aus der Fleischereifirma, die er 1968 von seinem Vater übernommen und seit 1998 zusammen mit seiner Tochter Susanne geführt hatte, hat er ein Unternehmen gemacht, dessen Namen wohl die meisten in Hannover und Umgebung kennen dürften.

Stefanie Kaune 13.04.2015
Aus der Stadt Jusos demonstrieren vor Ruderclub - Protest gegen AfD-Treffen bleibt friedlich

Der Auftritt des rechtspopulistischen AfD-Politikers Björn Höcke in der Vereinsgaststätte des Deutschen Ruder-Clubs (DRC) Hannover ist Freitagabend friedlich verlaufen. Die Jusos protestierten draußen vor der Tür. Es gab keine Zwischenfälle.

Jörn Kießler 10.04.2015