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Aus der Stadt Neubau des Großklinikums läuft nach Plan
Hannover Aus der Stadt Neubau des Großklinikums läuft nach Plan
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08:55 03.03.2012
Von Veronika Thomas
Baustelle mit Ausblick: Auf dem Hauptgebäude zeichnet sich bereits der runde Hubschrauberlandeplatz ab. Quelle: Thomas
Hannover

Auf Niedersachsens größter Klinikbaustelle auf dem Siloah-Gelände an der Ihme läuft bislang alles nach Plan. Das siebengeschossige Gebäude einschließlich der darüberliegenden Technikebene steht, jetzt wird der Hubschrauberlandeplatz über der achten Ebene für die Betonarbeiten eingeschalt. Bis zum Richtfest am 22. März wird der Rohbau weitgehend abgeschlossen sein. „Wir liegen voll im Zeit- und Kostenplan“, sagt Karsten Honsel, Finanzgeschäftsführer des Klinikums Region Hannover, das den Neubau für 182,5 Millionen Euro erichtet. Um den künftigen Namen gibt es zwar noch Debatten – als Arbeitstitel gilt weiterhin „Klinikum Mitte“.

Bis jetzt sind Aufträge für rund 100 Millionen Euro, etwa 60 Prozent des Bauvolumens, vergeben worden. Jetzt beginnen die Ausschreibungen für die Medizintechnik, mit deren Installation 2013 begonnen wird. „Ich denke, dass wir den Kostenrahmen einhalten können“, sagt Honsel. Das Projekt werde intensiv von Finanzkontrolleuren überwacht. Dafür sorgt nicht zuletzt auch die Baubegleitung durch die Antikorruptionsorganisation Transparency International, die unter anderem Bieterverfahren, Rechnungen und Bauausführung überwacht.

Ende 2013 soll Niedersachsens modernstes Krankenhaus mit 535 Betten eröffnet werden und dann zwei Kliniken unter einem Dach vereinen: das bisherige Klinikum Oststadt-Heidehaus sowie das alte Krankenhaus Siloah. Der Zeitplan sehe vor, dass die Hülle des Baukörpers spätestens bis zum Herbst geschlossen sei, um dann der Innenausbau beginnen könne, erläutern die beiden Projektleiter für den Klinikneubau, Hermann Stockhorst und Klaus Uetrecht.

Doch schon jetzt werden Fenster eingebaut, die Sprinkleranlage wird installiert, Heizungs- und Lüftungsinstallateure verlegen Rohre und Leitungen. Ebenso in Arbeit sind die Kabelarbeiten für Elektrik und Datenleitungen, Brandschutzvorrichtungen und die Rohrpost. Was sich nach uralter Technik aus vergangenen Behördenzeiten anhört, soll die Diagnosen in dem hochmodernen Klinikum beschleunigen: „Blut- oder Gewebeproben können kaum schneller in die Labors transportiert werden“, erläutert Architekt Uetrecht. Kurzum, zurzeit ist alles, was in Decken oder Wände eingebaut werden kann, in Arbeit. Die Estricharbeiten sind in vollem Gang, in vielen Bereichen stehen bereits die Zwischenwände.

Es sind imposante Räume, die die Klinik einmal beherbergen wird. Die Eingangshalle etwa ist 630 Quadratmeter groß und acht Meter hoch. Hier werden später einmal eine Ladenzeile, Wartebereiche, eine Cafeteria mit Zugang zur Ihme und ein Infotresen für alle Patienten eingerichtet. Die Projektleiter Stockhorst und Uetrecht kennen nahezu jede Stelle in jedem Raum des Gebäudes und wissen, wo beispielsweise Intensivstationen, Computertomografen oder die Chest-Pain-Unit (Brustschmerzeinheit) ihren Platz finden werden. Von den drei Bettentrakten hat man bereits jetzt einen tollen Blick auf die Ihme, die AWD-Arena und das Neue Rathaus.

Eine Besonderheit des Baus steckt in bis zu 149 Metern Tiefe: Mithilfe von 18 Erdsondenfeldern kann der Bau im Sommer gekühlt und im Winter vorgewärmt werden. Das konstant 14 Grad warme Wasser aus der Erde reicht aus, um die Zufahrt zum Wirtschaftshof und den Hubschrauberlandeplatz eisfrei zu halten.

„Wir haben ein tolles Team an Planern und Architekten, die mit den ausführenden Unternehmen gut zusammenarbeiten“, erklärt Honsel. Man könne noch so gut planen, fügt er hinzu, „aber bei so einem Vorhaben bracht man als Bauherr auch eine große Portion Glück dazu.“

Eigentlich heißt er Emmanuel Peterfalvi. Als Alfons mit Trainingsjacke und Puschelmikrofon ist er bei vielen aber bekannter. Am Freitagabend stellte der Franzose sein neues Programm „Wiedersehen macht Freunde“ im Pavillon vor und erzählte von seiner Kindheit in Paris, von Fußball und von Schulfreunden.

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