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Aus der Stadt Mini-Konzert zum Richtfest
Hannover Aus der Stadt Mini-Konzert zum Richtfest
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00:15 22.11.2013
Von Conrad von Meding
„Jetzt gehts los!“: Der Mädchenchor feiert lautstark sein neues Domizil in der Nordstädter Christuskirche. Quelle: Michael Thomas
Hannover

Aufgereiht auf den Stufen der neuen Raumtribüne, die nun das Kirchenschiff prägt, sangen die Kinder auch „Wer will fleißige Handwerker sehen, der muss in die Kirche gehen“ – und gut 200 Gäste des improvisierten Fests stimmten beim jeweiligen Strophenecho mit ein.

Die Bezeichnung Richtfest führt etwas in die Irre, schließlich ist kein neuer Dachstuhl aufgerichtet worden. Stattdessen hat die vor 149 Jahren eingeweihte Backsteinkirche aus der Entwurfsplanung des Baumeisters Conrad Wilhelm Hase (1818 – 1902) einen gut 900 Kubikmeter großen Einbau in ihren Innenraum erhalten, der Dienstag der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Darunter befindet sich der große neue Probenraum für den Mädchenchor, der damit endlich ein eigenes Domizil erhält.

Architektonisch gelungen ist aber, dass dieser 6,10 Meter hohe Raum zum Kirchenschiff hin als 14-stufige Treppe ausgebildet ist. Auf dieses Bauwerk lassen sich Stühle stellen, man kann darauf gestaffelt stehen oder auch mit Sitzkissen sitzen. Derzeit freilich ist alles noch im Rohbau und damit roher Beton, bald aber wird die Treppe mit Eichenholz verkleidet, die Wände bekommen dezente Akustikpaneele, verspricht Architekt Roger Ahrens (Büro Ahrens Grabenhorst).

Richtfest in der Christuskirche: Das Gebäude bekommt einen gut 900 Kubikmeter großen Einbau im Innenraum. Darunter befindet sich der große neue Probenraum für den Mädchenchor. Dieser entsteht durch eine 14-stufige Treppe zum Kirchenschiff hin.

Die sind auch dringend nötig. Während der Chornachwuchs mit seinen Stimmen den Raum beherrschte, war von den anschließenden Reden fast nichts zu verstehen. Der beeindruckene Hall des Sakralbauwerks  vermatschte alle Beiträge. Immerhin war zu verstehen, dass Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann und Nordstadtpastor Matthias Grießhammer die Umbauten würdigten und Stefan Schostok, Oberbürgermeister und Schirmherr ein Richtfestgeschenk der Stadt in Form von 50 000 Euro mitbrachte („Es ist immer besser, wenn der Onkel Geschenke mitbringt, als wenn die Tante Klavier spielt“, zitierte er unter Lachern eine Redensart).

Das Geschenk hat einen ernsten Hintergrund. Von den 2,4 Millionen Euro Gesamtkosten, die das Projekt verschlingt, sind etwa 15 Prozent noch nicht finanziert – obwohl 190 Paten symbolische Sterne für je 500 Euro gekauft haben die jetzt unter der Decke prangen. Von den 50 kleineren 250-Euro-Sternen sind noch rund 20 zu haben. Derzeit fehlt vor allem Geld für den Akustikaufbau. Schostok zeigte sich aber zuversichtlich, dass das fehlende Geld noch eingehe. Hannover mit seinen mehr als 200 Chören sei schließlich „die Chorstadt Deutschlands schlechthin“.

Mädchenchorleiterin Gudrun Schröfel zeigte sich glücklich über den Fortgang des Projekts. Im März, hofft sie, könnten die ersten Proben stattfinden. Fest steht jetzt schon ein großer Konzerttermin – der 21. September 2014. Dann wird die Kirche 150 Jahre alt.

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