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Aus der Stadt Neue Direktflüge von Hannover nach Spanien
Hannover Aus der Stadt Neue Direktflüge von Hannover nach Spanien
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12:40 06.06.2013
Von Bernd Haase
Ab in den Süden: Bald gibt es Non-Stop-Flüge von Hannover nach Barcelona und Malaga. Quelle: dpa
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Hannover

Damit gibt es nach einem Jahr Pause wieder Non-Stop-Flüge an die Costa del Sol.

Die börsennotierte Vueling, in ihrer Heimat die Nummer zwei hinter Iberia, gehört zu den am rasantesten wachsenden Fluggesellschaften Europas, ist aber in Hannover noch ein unbeschriebenes Blatt. „Wir waren bisher hauptsächlich auf dem südeuropäischen Markt unterwegs. In Nordeuropa sehen wir Wachstumspotential“, sagt Vorstandsmitglied Julio Rodriguez. Hannover gehört zu zehn deutschen Standorten, an denen die Spanier demnächst vertreten sein werden. Die Erstflüge nach Malaga und Barcelona gehen am 15. und 16. März. Vom seinem Drehkreuz in der katalanischen Metropolen kann Vueling Anschlussflüge zu mehr als 40 Zielen in den Europa und Afrika bieten, darunter auch die Kanaren und Balearen.

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Vueling ist 2004 in Spanien mit zwei Maschinen an den Start gegangen. Mittlerweile verfügt die Gesellschaft über 70 Maschinen und bedient mehr als 200 Routen. Das Unternehmen macht Gewinn. „Wir sind eine New Generation Airline“, sagt Rodriguez. Übersetzt meint das: Die Iberer haben als Billigflieger angefangen und sich entsprechende Kostenstrukturen bewahrt, obwohl sie nach Angaben ihres Chefs mittlerweile den Service einer traditionellen Fluggesellschaft bieten. Passagiere können zwischen drei Tarifklassen wählen; die günstigsten Flüge von Hannover aus sind für unter 60 Euro zu haben. Für Hannover strebt Vueling jährlich 100.000 Reisende an.

Neues gibt es in Langenhagen auch für Freunde anderer Ziele:

Flüge nach Bristol: British Midlands fliegt von Mitte Mai an nach Bristol, immerhin Hannovers Partnerstadt.

Flüge nach Thessaloniki: Aegean wiederum richtet eine Verbindung in die griechische Stadt ein.

Mehr Flüge nach Frankfurt: Für Geschäftsleute dürfte interessant sein, dass die Zahl der täglichen Flüge nach Frankfurt steigt.

Rückschläge: Es gibt aber auch schlechte Nachrichten. LOT hat die erst vor kurzem gestartete Warschau-Verbindung wieder eingestellt; die polnische Gesellschaft befindet sich in heftigen Turbulenzen. Aus ähnlichen Gründen wird man die Estonia vorerst nicht wiedersehen, die 2012 das Baltikum anflog. Außerdem spürt das Flughafenmanagement den Konsolidierungskurs bei Air Berlin.

Aufkommen konstant: Trotzdem rechnet Flughafen-Geschäftsführer Raoul Hille mit gleichbleibendem Passagieraufkommen und geringfügigen finanziellen Verlusten für das laufende Jahr. „Damit stehen wir gut dar. Jeder Flughafen mit weniger Passagieren als Langenhagen ist faktisch pleite und muss Geld bei seinen Gesellschaftern einsammeln“, sagt er. Dem Langenhagener Airport komme zugute, dass er breiter aufgestellt sei als manch anderer und somit nicht vom Wohlergehen einer einzelnen Fluggesellschaft abhängig sei.

Streik in Hamburg: Vom erneuten Streik des Sicherheitspersonals am Mittwoch in Hamburg und damit verbundenen Ausfällen profitieren die Langenhagener nicht. „Das zieht kein Verlagerung nach sich“, sagt Sprecher Sönke Jacobsen.

Klaus von der Brelie 23.02.2013
20.02.2013
Andreas Schinkel 20.02.2013