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Aus der Stadt Neue Ermittlungen nach Unglück am Nordbahnhof
Hannover Aus der Stadt Neue Ermittlungen nach Unglück am Nordbahnhof
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20:18 26.02.2013
Von Tobias Morchner
Im Juli kamen zwei Männer durch einen Stromschlag auf dem Bahnhof ums Leben. Quelle: Elsner
Hannover

Damals waren zwei 21 und 45 Jahre alte Angestellte der Firma Glas Hoffmann aus Peine, die mit der Sanierung des Bahnhofsgebäudes befasst waren, ums Leben gekommen. Sie waren mit ihrer Aluminiumleiter in die Oberleitung gekommen und durch einen Stromschlag getötet worden.

Die nun beschuldigten Mitarbeiter waren nach Auskunft der Staatsanwaltschaft für die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen rund ums das Bahnhofsgebäude zuständig, das durch seine blauen Glasbausteine auffällt. Die Strafverfolgungsbehörde vermutet, dass sie ihrer Aufgabe nicht nachgekommen sind. „Die Leiter hätte dort, wo sie stand, nicht stehen dürfen“, sagt Oberstaatsanwältin Irene Silinger. Unklar ist, ob die beiden Männer überhaupt mit einer auf dem Bahnsteig stehenden Leiter hätten arbeiten dürfen. Auch die generelle Absicherung der Baustelle am Nordbahnhof gilt offenbar als umstritten.

Nach HAZ-Informationen hat ein Zeuge, der als Berufspendler die Sanierungsarbeiten am Bahnhofsgebäude verfolgt hatte, ausgesagt, das Unglück sei lediglich eine Frage der Zeit gewesen, weil die Arbeiter nicht ausreichend geschützt gewesen seien. Bislang sind die Sicherheitsmitarbeiter noch nicht zu den Vorwürfen gehört worden. Die Ermittlungen in diesem Fall hatten sich auch deswegen in die Länge gezogen, weil sich verschiedene Institutionen mit dem Unglück am Bahnsteig befassen mussten. So hatte sich sowohl das Eisenbahnbundesamt, das Gewerbeaufsichtsamt und auch die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VGB) als gesetzliche Unfallversicherung eingeschaltet.

Für die Familien der beiden Opfer sind die neuen Entwicklungen in dem Fall nur ein schwacher Trost. „Wir wollen endlich wissen, was an dem Tag in Hannover passiert ist und wer dafür zur Rechenschaft gezogen werden kann“, sagt die Mutter des am Nordbahnhof verunglückten 21-jährigen Matthias W., die aus Köthen stammt. Nachdem sie die Nachricht vom Tod ihres Sohnes erhalten hatte, war sie sofort nach Hannover gereist, um sich die Unglücksstelle anzusehen. „Die Firma hat uns gesagt, die Leiter sei gesichert gewesen und hätte nicht umfallen können, aber davon haben wir am Bahnhof nichts gesehen“, berichtet sie. Sie fühlt sich von den Behörden alleine gelassen. „Keiner gibt uns Auskunft, nicht einmal unser Rechtsanwalt hat bislang Einsicht in die Akten der Ermittler bekommen“, so die Mutter des 21-Jährigen.

Die Deutsche Bahn will sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit Blick auf das noch laufende Verfahren nicht zu den neuen Ermittlungen äußern.

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