Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Neue Mietstatistik verärgert Regionsspitze
Hannover Aus der Stadt Neue Mietstatistik verärgert Regionsspitze
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:20 22.06.2013
Von Conrad von Meding
„Aus unserer Sicht ist diese Form der Veröffentlichung mietpreissteigernd“: Regionsdezernent Erwin Jordan ärgert sich über die jüngste Erhebung der Stadt. Quelle: Ralf Decker

Ihn ärgert nicht nur die Doppelarbeit, er wirft der Stadt auch vor, mit ihrer Methode tendenziell die Mietpreise nach oben zu treiben. „Die dort veröffentlichten Preise suggerieren doch, dass Vermieter jetzt mal so richtig zulangen können.“

Am Freitag berichtete die HAZ über die frisch vorgelegte Wohnungsmarktbeobachtung der Stadt. Die Verwaltung kommt zum Schluss, dass die Mietpreise in Hannover im Durchschnitt zwischen 2008 und 2011 um 6,5 Prozent gestiegen seien. Der Durchschnittspreis liege bei 6,55 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter. In einigen Stadtteilen wurden Erhöhungen um 15 Prozent gemessen, für Döhren sogar um 36,3 Prozent.

Diesen Daten liegt die sogenannte Empirica-Erhebung zugrunde, für die Wohnungsinserate etwa aus Tageszeitungen und Internetangeboten ausgewertet werden. „Aus unserer Sicht ist diese Form der Veröffentlichung mietpreissteigernd“, sagt Dezernent Jordan. Die Empirica-Studie bilde nur die Wunschvorstellungen der Vermieter ab, nicht den später vereinbarten Mietpreis.

Was Jordan ärgert: Seit einigen Jahren lässt die Region für alle Kommunen den offiziellen Mietspiegel erheben. Der bildet die tatsächlichen Marktbedingungen ab, weil für ihn mit großen Stichproben echte Mietverträge ausgewertet werden. Dazu werden im Zweijahresrhythmus sowohl Mieter wie auch Vermieter als auch große Wohnungsgenossenschaften um Daten gebeten – der Mietspiegel ist das einzige Instrument, das von Gerichten in Konflikten um Miethöhen anerkannt wird. „Die Stadt Hannover finanziert den Mietspiegel über die Regionsumlage mit – wir fragen uns immer wieder, warum sie eigentlich zusätzlich noch die Empirica-Daten braucht.“

Tatsächlich hat der jüngste Mietspiegel deutlich niedrigere Durchschnittsmieten ermittelt. Stadtweit sollen sie bei 6,02 Euro liegen, eine Erhöhung von 3,4 Prozent gegenüber dem Wert von zwei Jahren zuvor.

Die Stadt verweist in einer ersten Stellungnahme darauf, dass sie für ihre Wohnungsmarktbeobachtung nicht nur Empirica-Daten, sondern auch den Mietspiegel sowie Städtevergleiche und andere Daten nutze. Die Empirica-Informationen aber seien besonders wichtig, um einen Überblick zu bekommen, zu welchen Preisen Wohnungen gerade angeboten würden. Für Dezernent Jordan ist diese Herangehensweise „hochproblematisch“: „Die Stadt setzt damit die falschen Akzente.“

Wer wird am 22. September in Hannover zum neuen Oberbürgermeister gewählt? Die HAZ begleitet die Kandidaten und beobachtet ihren Wahlkampf. Nahaufnahme: Maren Kaminski. Große Hoffnungen macht sich die Bewerberin der Linkspartei nicht. Sie will aber dennoch die Wahlkampfbühne nutzen.

Gunnar Menkens 02.09.2013
Aus der Stadt Von der Realschule aufs Gymnasium - Die Umsteigerin

Aylin Öz hat den Wechsel aufs Gymnasium erfolgreich hinter sich gebracht und nun ihr Abitur in der Tasche. Die 19-Jährige träumt von einem Studium im Bereich Musik und Medien.

Bärbel Hilbig 22.06.2013
Aus der Stadt Abitur mit 1,0 - Der Überflieger

Ein Abitur mit der Bestnote 1,0 ist für die meisten Menschen kaum vorstellbar. Doch selbst hier gibt es noch feine Abstufungen: Der 17-jährige Mikhail Mirer von der Goetheschule hat mit 861 von 900 möglichen Punkten in Hannover einen Spitzenwert erzielt.

Bärbel Hilbig 22.06.2013