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Aus der Stadt Neue Kirche in Hannover eingeweiht
Hannover Aus der Stadt Neue Kirche in Hannover eingeweiht
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00:16 29.04.2015
Von Gunnar Menkens
Foto: Einweihung mit Spieckermann und Gruber.
Quelle: Wallmüller
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Hannover

Sie hatten mit vielen Menschen gerechnet, die die Einweihung des Evangelischen Treffpunkts erleben wollten. Deshalb standen im Foyer Fernsehgeräte und Stühle bereit, damit auch Gläubige den Gottesdienst ansehen konnten, die im Kirchraum keinen Platz finden würden. Und dennoch musste so manches Vater Unser hier am Sonntag im Stehen gesprochen werden – denn mit 300 Besuchern kamen noch mehr als erwartet.

Lichte Architektur, der Altarraum aus hellem Eichenholz, Stableuchten, dazu Räume für Kinder und Jugendliche, Arbeitszimmer, ein Innenhof und die Nähe zu Kindergarten und Seniorenresidenz – das ist die neue Heimat für die Vahrenwalder Kirchengemeinde und die Landeskirchliche Gemeinschaft (LKG). Landessuperintendentin Ingrid Spieckermann lobte das Haus an der Vahrenwalder Straße: „Es ist etwas Seltenes, kirchliche Räume einweihen zu können. Ein beeindruckendes Baukonzept einer Kirche mitten im Stadtteil.“ Die Kooperation von Gemeinde und Gemeinschaft sei „ein Wagnis und ein Weg“ zugleich.

In Vahrenwald haben die Vahrenwalder Kirchengemeinde und die Landeskirchliche Gemeinschaft (LKG) nun ein gemeinsames Dach.

800 Quadratmeter groß ist dieser Neubau, 500 Quadratmeter kleiner als das inzwischen abgerissene Kirchengebäude der Vahrenwalder Gemeinde aus dem Jahr 1950. In den Treffpunkt gerettet wurden drei Buntglasfenster und die Glocken aus dem 13. Jahrhundert. Das Gebäude ist kleiner und günstiger im Unterhalt. Es ist die Adresse für 3300 Mitglieder der Vahrenwalder Kirchengemeinde und rund 130 Angehörige der LKG.

Ein neues Haus will eingeräumt sein, auch dazu diente der Gottesdienst. Gemeindeglieder zogen mit Osterkerze, Antependium, Menora, Altarkerzen, Taufschalen und weiteren Sakralgegenständen in den Kirchraum ein. Ein gut gelaunter Pastor Eckhard Gruber sah all das mit Freude. Dass auch die LKG ihre Räume hier hat, belegt unter anderem ein bronzenes Kreuz. Ihr Vorsitzender Hendrik Lehmann stellte den Gästen ironisch vor, was für ein „seltsames Völkchen“ von Menschen künftig anzutreffen sein wird. Die LKG ist eine Bewegung innerhalb der Landeskirche. Sie veranstaltet Gottesdienste und Bibelkurse, organisiert Hausaufgabenhilfe und Chöre. Seit zwei Jahren bietet die Gemeinschaft auch arabisch-deutsche Gottesdienste an.

Am Schluss der Einweihungsfeier gab es die übliche Kollekte. Die Menschen wurden gebeten, für den Treffpunkt zu spenden. Der hat 2,4 Millionen Euro gekostet. Es ist noch nicht alles bezahlt.

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