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Aus der Stadt Hilfe im Schul-Dschungel
Hannover Aus der Stadt Hilfe im Schul-Dschungel
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19:56 15.01.2015
Wollen Migranteneltern stärker unterstützen: Doris Schröder-Köpf (v.l.), Cornelia Rundt, Seyhan Öztürk und Mehmet Günay im neuen Fötev-Büro.
Wollen Migranteneltern stärker unterstützen: Doris Schröder-Köpf (v.l.), Cornelia Rundt, Seyhan Öztürk und Mehmet Günay im neuen Fötev-Büro. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

„Eltern mit Migrationshintergrund haben durch mangelnde Sprachkenntnisse oft einen erschwerten Zugang zu unserem Bildungssystem“, sagt Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD). Ein neuer Dachverband will türkischen Eltern im ganzen Land eine Stimme geben. Gestern Nachmittag wurde das neue Verbindungsbüro der Förderation türkischer Elternvereine in Niedersachsen (Fötev) am Engelbosteler Damm feierlich in Betrieb genommen. Zur Feierstunde mit rund 50 Gästen kamen neben Ministerin Rundt auch die Integrationsbeauftragte Doris Schröder-Köpf und der türkische Generalkonsul Mehmet Günay.

Ehrenamtliche Fötev-Vorsitzende ist die hannoversche Rechtsanwältin Seyhan Öztürk, selbst Mutter zweier Töchter (15 und vier Jahre alt). Das vielfältige niedersächsische Bildungssystem sei nicht nur für Eltern mit Sprachproblemen unübersichtlich, sagt Öztürk. Welche Wege gibt es zum Abitur oder an die Hochschule? Was ist der Unterschied von Gymnasium und Gesamtschule? Warum haben manche Ganztagsschulen ein freiwilliges Nachmittagangebot und andere ein verpflichtendes? Dies seien nur einige Fragen, die den Elternvereinen immer wieder gestellt würden, gerade jetzt wenn mit den Halbjahreszeugnissen die Viertklässler eine erste Trendmeldung über die spätere Laufbahnempfehlung erhielten. Fötev richtet sich nicht nur an Türken, sondern grundsätzlich an alle Migranten.

Andreas Schinkel 15.01.2015
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