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Aus der Stadt Neuer Klinikbau im "Henri" geht im Herbst in Betrieb
Hannover Aus der Stadt Neuer Klinikbau im "Henri" geht im Herbst in Betrieb
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21:44 10.07.2017
Der Neubau im Henriettenstift.  Quelle: Wilde
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Hannover

Im Innenhof der Henriettenstiftung an der Marienstraße ist eine neue Klinik entstanden. Am Montag hat der Mutterkonzern Diakovere das neue Gebäude vorgestellt. Den Betrieb soll das Krankenhaus Ende September oder Anfang Oktober aufnehmen.

Klinkerfarbe passt zum Altbau

In dem fünfgeschossigen Bau gibt es Platz für 106 Patientenbetten, verteilt auf zwei Etagen. Bis auf wenige Ausnahmen sind nur Zweibettzimmer vorgesehen. Im Obergeschoss befindet sich der Operationsbereich mit sechs OP-Sälen. Außerdem werden in dem Gebäude die zentrale Sterilisation für das Henriettenstift und das Friederikenstift sowie Büros von Chef- und Oberärzten untergebracht.

Der Neubau in gelbem Klinker wurde ähnlich wie Teile des Altbaus innerhalb von rund zwei Jahren errichtet. Die Kosten liegen bei rund 32 Millionen Euro, 24 Millionen Euro hatte das Land übernommen.

Die Fertigstellung des Baus sei gleichzeitig der Beginn der Grundsanierung des Henriettenstifts, sagte der Vorsitzende der Diakovere-Geschäftsführung, Bernd Weber. Denn die 106 Betten will das Unternehmen zunächst dazu nutzen, um andere Bereiche im Altbau des Krankenhauses gründlich zu erneuern. „Spätestens im Jahr 2020 wird das Henriettenstift den Anforderungen der Zeit entsprechen“, sagte Weber. Später dienen die neuen Betten dann der Erweiterung des Krankenhausstandortes an der Marienstraße. Diakovere will den Standort in Kirchrode aufgeben.

Diakovere investiert Millionen

Das Unternehmen will in den kommenden Jahren 150 Millionen Euro investieren. „Das ist für uns eine gewaltige Summe, weil wir weder das Land noch die Region hinter uns haben“, sagte Weber. „Wir müssen das aus eigener Kraft schaffen.“

Die größten Investitionen sind ein Anbau ans Friederikenstift - dafür hat das Unternehmen vor Kurzem die Zusage eines Landeszuschusses von 35 Millionen Euro erhalten. Ebenfalls 35 Millionen Euro will das Land für den Bau eines Mutter-Kind-Zentrums geben: Direkt am Kinderkrankenhaus Auf der Bult soll die gemeinsame Geburtsklinik von Henriettenstiftung und Friederikenstift entstehen. Weber rechnet damit, dass das Mutter-Kind-Zentrum in drei bis vier Jahren fertig ist.

Mitarbeiter beteiligen sich

Weber präsentierte gestern außerdem einen von Diakovere erwirtschafteten Überschuss von 3,6 Millionen Euro. Er betonte, dass ausschließlich Einsparungen bei den Sachkosten und Verbesserungen von Abläufen im Klinikalltag zu diesem Ergebnis geführt hätten. „Wir haben für die Sanierung unseres Unternehmens keinen Mitarbeiter entlassen“, sagte er. Dennoch hatten sich die Mitarbeiter an der Konsolidierung beteiligt: Seit 2015 und noch bis zum kommenden Jahr verzichten sie auf 40 Prozent ihres Weihnachtsgeldes. Die so gesparten 10 Millionen Euro werden investiert.

Diakovere-Aufsichtsratschef Hans Ulrich Anke lobte die zügige Sanierung des Unternehmens. „Sonst erlebe ich es nicht, dass man in nur drei Jahren so rasch vorankommt wie bei Diakovere“, sagte er. „All das erwirtschaftete Geld bleibt im Unternehmen“, sagte Anke. Der Gewinn soll beim Abbau des internen Sanierungsstaus helfen.

Von Mathias Klein

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