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Aus der Stadt Gesunde Gerichte auf Rädern
Hannover Aus der Stadt Gesunde Gerichte auf Rädern
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18:56 09.04.2015
Von Sonja Fröhlich
Essen ohne schlechtes Gewissen: Marco Langhoff (von links), Robin Himmels und Mohamed Chahin mit Low-Fat-Kost.
Essen ohne schlechtes Gewissen: Marco Langhoff (von links), Robin Himmels und Mohamed Chahin mit Low-Fat-Kost.
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Hannover

Mal eben schnell den Gyros-Teller vom Griechen um die Ecke geholt oder beim Pizza-Bringdienst angerufen: Wer Vollzeit arbeitet oder aus anderen Gründen nicht zum Kochen kommt, muss sich oft mit Kalorienbomben den Magen vollschlagen. Mohamed Chahin kennt das Problem aus eigener Erfahrung: „Ich habe selbst oft Pizza und andere fettige Imbisse bestellt - das wurde schnell eintönig, und ich habe mich geärgert, dass Essen vom Lieferdienst immer irgendwie ungesund war.“

Gemeinsam mit seinen Partnern Robin Himmels und Marco Langhoff hat er deshalb einen eigenen Online-Lieferservice gegründet. Eatclever heißt ihr Unternehmen, das sich auf die Lieferung frischer und gesunder Kost spezialisiert hat - und offenbar den (Geschmacks-)Nerv der Zeitlosen trifft. Nachdem sie mit ihrem Konzept Hamburg erobert haben, gibt es den Low-Fat-Low-Cost-Lieferservice nun auch in Hannover. „Hier gibt es viele kleine Agenturen, die oft Essen bestellen, und natürlich überdurchschnittlich viele Singlehaushalte“, erklärt Chahin. Mittlerweile werden schon mehrere Tausend Kunden in Hamburg und Hannover beliefert. „Wir dachten anfangs, dass fast nur Frauen und Vegetarier bei uns bestellen, aber mittlerweile bestellt so gut wie jeder, der Lust auf etwas anderes hat - es geht nur bergauf“, freut sich der 22-jährige Chahin, der für die Idee sein Elektrotechnik-Studium aufgegeben hat.

Die Bestseller unter den gut 20 angebotenen Gerichten: Thai-Curry, orientalisches Kichererbsencurry sowie die italienische Pfanne mit Preisen zwischen 7 und 10 Euro. „Jede Stadt scheint aber anders zu ticken. In Hannover wird zum Beispiel superviel Tofu bestellt - in Hamburg fast gar nicht.“ Außerdem zeichne sich die Landeshauptstadt durch viele treue Kunden aus, die fast täglich bei ihnen bestellten.

Die drei Start-up-Gründer kochen aber nicht selbst, sie arbeiten mit örtlichen Gastronomen zusammen, die als Franchisenehmer fungieren. In Hannover kredenzt das Küchenteam des

Restaurants Adrian an der Calenberger Straße die vorgegebenen Gerichte, weitere Partner werden noch gesucht. Die Speisen seien mit Ernährungsberatern und Köchen abgestimmt. Die Chefs aus Norddeutschland versprechen, dass jedes Gericht frisch und ohne Geschmacksverstärker zubereitet wird. Bei der Onlinebestellung unter www. eatclever.de kann der Kunde auch zwischen „wenig Kohlenhydrate“, „vegetarisch“ und „vegan“ wählen und nachlesen, was alles drinsteckt.

Mit Hannover soll noch nicht Schluss sein: „In den nächsten Jahren wollen wir noch viele andere größere Städte erobern“, sagt Chahin.

Auch die Speisekarte wird ständig ergänzt. In Hamburg gibt es nun auch Getränke auf der Karte - Sojashakes und sortenreine Apfelschorle. Und wenn es an der Alster läuft, sollen die Drinks auch an die Leine schwappen.

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