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Aus der Stadt Neues Zentrum gibt Orientierung für Krebspatienten
Hannover Aus der Stadt Neues Zentrum gibt Orientierung für Krebspatienten
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15:32 20.06.2017
Von Susanna Bauch
Gründerin des interdisziplinären Zentrums: Onkologin Prof. Anke Franzke Quelle: Uwe Dillenberg
Hannover

„Die Patientenorientierung ist unser großes Anliegen – neben interdisziplinärer Behandlung und der Anwendung der neusten Therapien“, betont Onkologin Prof. Anke Franzke, die das Zentrum aufgebaut hat und leitet. Sehr nah am Patienten zu arbeiten werde einer Universitätsklinik oft nicht recht zugetraut.

Krebspatientin ist Namensgeberin

Dass eine Krebspatientin Namensgeberin der Einrichtung ist und kein berühmter Wissenschaftler, ist daher Programm. „Wir wollen leitlinienbasierte individuelle Therapien anbieten – da ist es auch eine Voraussetzung, dass die Patienten sehr gut informiert werden und selber mit entscheiden können – auch bezüglich einer zweiten Meinung“, betont Franzke. Zu den Schwerpunkten des zertifizierten Zentrums gehören daher nicht allein hohe Qualität bei der medizinischen Behandlung, sondern auch unterstützende Angebote aus den Bereichen Psychoonkologie, Pflegeberatung, Sozialdienst, Schmerzmedizin oder Sport- und Rehabilitationsmedizin. „Ziel ist das bestmögliche Behandlungsergebnis mit Blick auf die Lebensqualität für jeden Patienten“, betont die Onkologin.

Da die MHH ein großes Einzugsgebiet hat, sorgt das Zentrum für Kontaktadressen, damit die Betroffenen auch heimatnah optimal versorgt werden können. Das Zentrum verfügt an der MHH über ein Netzwerk von mehr als 20 Kliniken und Institutionen, in denen über jeden krebskranken Patienten in interdisziplinären Konferenzen gesprochen wird, ehe er eine Behandlungsempfehlung erhält. Mit dem runden Tisch Selbsthilfegruppe hat die Einrichtung auch eine neue Institution ins Leben gerufen, bei der die Patienten auch mit Kritik zu Wort kommen können. „Lange Wartezeiten empfinden viele als großes Problem“, sagt die Professorin. Seit Gründung der MHH vor gut 50 Jahren sind mehr als 50 000 krebserkrankte Menschen an dem Universitätsklinikum behandelt worden, rund 2000 Neuerkrankungen sind es jährlich, die Zahl der erneut erkrankten Patienten beträgt ein Vielfaches. Für eine maßgeschneiderte Therapie müssten Nebenerkrankungen und vor allem auch psychische Auswirkungen stärker berücksichtigt werden, betont Franzke.

Veranstaltungen für Betroffene, Angehörige und Interessierte

Als universitärer Standort verfolgt das Krebszentrum neuste wissenschaftliche Erkenntnisse und kann auch im Rahmen von klinischen Studien neue Medikamente anbieten, wenn Standardtherapien versagt haben. Moderne Methoden der Vorsorge, Prävention und Diagnostik sorgen mit leitlinienbasierenden Behandlungskonzepten laut Prof. Franzke dafür, dass heute 60 bis 70 Prozent der Tumore heilbar sind. Das Claudia-von-Schilling-Zentrum wendet sich mit Informationsveranstaltungen an Betroffene, Angehörige und andere Interessierte. „Die Krankheitsbewältigung individuell zu unterstützen – das kann unser Zentrum leisten“, sagt Franzke.

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