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Aus der Stadt Noch kein Zeichen vom Investor
Hannover Aus der Stadt Noch kein Zeichen vom Investor
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00:16 10.04.2015
Das Rätselraten über die Zukunft des Ihme-Zentrums hält an.  Quelle: Tobias Kleinschmidt
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Hannover

Auch auf eine ausführliche Anfrage der HAZ antwortete er sehr knapp. Die Wohnungseigentümer des Ihme-Zentrums hoffen, bald Auskunft zu erhalten. „Wir haben den nachdrücklichen Wunsch, etwas über das Konzept und die Strategie zu erfahren und darüber, was kurz- und langfristig geplant ist“, sagt Thomas Ganskow von der Bürgerinitiative Linden/Ihme-Zentrum (Bliz).

16,5 Millionen Euro hatte die Firma Projekt Steglitzer Kreisel Berlin Grundstücks GmbH geboten und damit am 25. Februar vor dem Amtsgericht den Zuschlag für Bürotürme und alte Einkaufs­areale, Parkhaus und 172 Wohnungen erhalten. Seitdem herrscht Rätselraten - über den Investor und seine Pläne.

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Zwangsverwaltung könnte bald enden

In einer ersten Stellungnahme damals wurde betont, dass man keineswegs an einer kurzfristigen Verwertung der Immobilie interessiert sei, sondern sich langfristig engagieren wolle. Auch auf die neuerliche HAZ-Anfrage hieß es jetzt nur, die „Investitionszielstellung“ sei „die Revitalisierung der Leerstandsbereiche und die erfolgreiche Bewirtschaftung. Konkrete Maßnahmen können und werden wir erst nach interner Abstimmung innerhalb der Eigentümergemeinschaft öffentlich machen“. Abgesandt wurde der Brief von der Newtown Property Management GmbH aus Berlin, deren Geschäftsführerin Efrat Abuav ist.

In knapp drei Wochen könnte zum Monatswechsel die Zwangsverwaltung enden, die nach der Pleite einer US-Fondsgesellschaft 2009 eingerichtet worden war. Alle Hoffnung richtet sich darauf, dass die neuen Mehrheitseigentümer aus Berlin - ihnen gehören dann 81 Prozent der Immobilie - die Großimmobilie wieder zu neuer Blüte führen. Zwangsverwalter Torsten Jaskulski hat dem Vernehmen nach bereits ein erstes Gespräch mit den neuen Eigentümern geführt. Zum Inhalt wollte er sich nicht äußern - es sei auch nur ein kurzes Kennenlernen gewesen, heißt es. Bliz-Sprecher Ganskow hofft, dass es bald erste Gespräche auch mit den Wohneigentümern gibt.

Umbau in der Nordwand

Seit Wochen laufen sichtbar Umbauarbeiten an der Nordflanke des Ihme-Zentrums entlang der Spinnereistraße. Mit dem neuen Investor hat das aber noch nichts zu tun. Dort lässt Zwangsverwalter Jaskulski einen neuen, modernen Eingang für die städtischen Büros errichten. Bislang müssen Mitarbeiter und Besucher des Fachbereichs Jugend und Familie sowie des städtischen Gebäudemanagements durch die Umbauzonen im Untergeschoss des Gebäudes laufen. Künftig können sie vom neuen Eingang aus durch Glastüren mit einem Aufzug direkt in das Entree der Büroanlage fahren.

Conrad von Meding und Jens Heitmann

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