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Aus der Stadt Noch keine Antwort auf die Gleisfrage
Hannover Aus der Stadt Noch keine Antwort auf die Gleisfrage
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00:15 18.01.2015
Von Bernd Haase
Alles muss neu: Gleis am Hauptbahnhof. Quelle: Hagemann
Hannover

Zweitens würden Kapazitätsengpässe auf Dauer behoben.

Wie berichtet, will die Bahn nach derzeitigem Planungsstand von 2019 an die auf Brücken liegenden Gleisanlagen, Bahnsteige samt Aufbauten sowie Rolltreppen und Personenaufzüge nach und nach austauschen oder reparieren, weil sie marode sind. Die Bauzeit wird auf zehn Jahre, die Kosten werden auf knapp 160 Millionen Euro geschätzt. In den Abschnitten, in denen gebaut wird, können keine Züge fahren. „Es handelt sich um eine erste Studie, die Grundlage für weitere Planung ist“, sagt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis.

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Alle Infos, Bilder, Grafiken: Hier lesen Sie einen ausführlichen Bericht zu den Sanierungsplänen.

Die Angaben in der mit „Umsetzungskonzept“ überschriebenen Studie sind teilweise schon recht detailliert, der Zeitplan wiederum erscheint ambitioniert. Andererseits hat die Bahn nach Informationen der HAZ bereits mit der Region Kontakt aufgenommen. Diese solle darauf achten, dass der ebenfalls anstehende Ausbau der oberirdischen Stadtbahnlinie mit dem neuen Endpunkt am Raschplatz bis 2018 beendet ist. Andernfalls könnten sich Arbeiten an der Stadtbahn und am Bahnhof an diesem neuralgischen Punkt ins Gehege kommen. Zusammenhänge gibt es auch mit der von der Bahn geplanten Sanierung der Brücke über die Königstraße in direkter Nachbarschaft des Hauptbahnhofs. Sie ist ebenfalls für 2018 vorgesehen.

Den Bau zweier zusätzlicher Gleise mit den Nummern 15 und 16 haben die Planer der Bahn in ihrem Umsetzungskonzept selbst ins Spiel gebracht. „Grundsätzlich ist es positiv, wenn mehr Infrastruktur geschaffen wird“, sagt Dieter Sandmann von der Nahverkehrsgesellschaft des Landes. Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region, hält die Idee für sehr begrüßenswert: „Wir haben in dem Bereich systematisch Flächen dafür gekauft.“ Die Stadt wiederum hat die planerischen Voraussetzungen geschaffen. „Ich kann die Überlegung der Bahn voll und ganz nachvollziehen“, sagt Baudezernent Uwe Bodemann. Wenngleich es während der Bauzeit sicherlich zu Beeinträchtigungen für Pendler kommen werde, stärke die Bahnhofsanierung nachhaltig den Standort Hannover.

Die Euphorie wäre wohl noch größer, wenn nicht die Geldfrage wäre. Die Kosten für zwei Zusatzgleise sind in den 160 Millionen Euro nicht enthalten, es gibt auch noch keine Schätzung über die Höhe. Wenn es zum Bau kommen soll, müssten sich Land, Region und Bahn vorher über die Aufteilung einigen. Vordrängeln mag sich keiner.

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